Katharina Althaus
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Katharina Althaus: Bronze gewonnen statt Gold verloren

In ihrem letzten Auftritt bei der Nordischen Ski-WM in Planica springt Katharina Althaus von der Großschanze zu Bronze. Die Oberstdorferin schließt die WM insgesamt mit vier Medaillen ab und braucht nun einen neuen Trophäenschrank.

Nach drei Goldmedaillen bisher reichte es diesmal "nur" zu einer Bronzemedaille für Katharina Althaus beim abschließenden Springen von der Großschanze. Von Frust oder in Enttäuschung aber keine Spur bei der Oberstdorferin. Vielmehr überwog die Freude bei Althaus, die nach ihrem Sieg in der Qualifikation als Favoritin ins Rennen gegangen war. "Da habe ich noch keine davon, von daher freue ich mich über meine erste Bronzemedaille", strahlte die 26-Jährige am ARD-Mikrofon nach dem Springen und fügte hinzu: "Was will man mehr? Vier Wettkämpfe, vier Medaillen."

Althaus: Hätte nie gedacht, dass ich mit vier Medaillen heim gehe

Besser hätte es bei dieser WM in Planica kaum laufen können für Katharina Althaus. Das ging schon los mit der Goldmedaille im Einzel zum Auftakt. Zuvor hatte die Athletin vom SC Oberstdorf im Einzel immer anderen den Vortritt lassen müssen, diesmal stand sie ganz oben - von wegen ewige Zweite. Die Erfolgsgeschichte ging weiter mit zwei Goldmedaillen im Team und im Mixed-Team. Ein dementsprechend zufriedenes Fazit zog die Schneekönigin von Planica nach ihrem letzten Auftritt in Slowenien. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich so abschneide und mit vier Medaillen heim gehe", so Althaus gegenüber BR24Sport.

Großer Druck von außen

Bis zu ihrer Medaille war es aber ein hartes Stück Arbeit. Besonders die wechselnden Winde erschwerten die Arbeit der Springerinnen. "Ich hatte sehr großen Druck auch von außen, aber ich habe meine Sachen zusammengehabt und bin froh, dass es auch heute für eine Medaille gereicht hat." Mit einer weiteren WM-Goldmedaille, ihrer insgesamt achten, hätte sie mit dem ehemaligen österreichischen Springer Thomas Morgenstern gleichziehen können. Aber das interessierte Althaus später herzlich wenig.

Der Bruder baut ihr ein Regal

Viel lieber wollte sie sich für die wieder zahlreiche Unterstützung bedanken. "Ich habe mich so gefreut, dass die heute extra für den Wettkampf hergekommen sind. Es ist einfach mega cool, dass meine Familie und meine Freunde dabei waren." Ebenfalls vor Ort waren auch ihre beiden Brüder, die sie nach dem Wettkampf "erstmal hochgehoben" hätten. Ihr Bruder hatte ihr außerdem vor dem Springen eine neue Aufbewahrungsmöglichkeit für die Medaillen versprochen.

"Ich hab meine Medaillen alle an einer Holzstange aufgehängt und die muss jetzt bisschen größer werden", erklärte Althaus hinterher. Vielleicht sollte der Bruder gleich ein bisschen größer bauen, denn weitere Medaillen sind für Katharina Althaus in Zukunft mehr als nur möglich.

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