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Trainingslager deutsche Fußball-Nationalmannschaft am 04.06.2021 in Seefeld Kai Havertz

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    Kai Havertz mit großen Zielen: "Alles geht" - trotz Müller

    Das Siegtor im Championsleague-Finale gibt Kai Havertz einen Schub. Bei der EM will der Jungstar "Stammspieler" sein, stellt sein Ego aber nicht über den Teamgedanken. Ein großer Konkurrent schreckt den Jungstar nicht.

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    • BR24 Sport

    Kai Havertz ist endlich auch da - und der junge neue Champion von Europa sprüht nur so vor Tatendrang. Die Fußball-EM soll nach dem Königsklassen-Triumph mit dem FC Chelsea gegen Manchester City gleich die nächste Stufe auf seinem vorgezeichneten Weg zum Weltklassespieler sein. "Die letzte Woche war für uns gefühlt die beste Woche des Lebens", erzählte Havertz später und schloss seine Chelsea-Kollegen Timo Werner und Antonio Rüdiger dabei mit ein. Das Trio ist - anders als Finalverlierer Ilkay Gündogan - mit breiter Brust nach Österreich angereist.

    Havertz will in die Startelf

    Rüdiger gilt als gesetzt in der Abwehr. Offensivspieler Havertz dagegen muss wie Angreifer Werner kämpfen. Aber Havertz hat ganz viel Selbstbewusstsein mitgebracht, mit dem er bis zum EM-Start gegen Frankreich am 15. Juni Bundestrainer Joachim Löw so sehr von sich überzeugen will, dass er in der Startelf kommt. "Klar will ich gegen Frankreich spielen. Ich will Stammspieler sein", sagte Havertz - im vollen Bewusstsein, dass er in Rückkehrer Müller einen direkten Konkurrenten dazubekommen hat. "Thomas ist ein überragender Spieler", sagte Havertz über den Münchner. Beide spielen sie offensiv am liebsten im Zentrum. Deckungsgleich ist ihr Profil aber nicht. Für Havertz lautet die Frage darum nicht: Müller oder Havertz? Auch Müller und Havertz ginge aus seiner Sicht. "Alles geht", lautet Havertz' Ratschlag an Löw.Am EM-Eröffnungstag (11. Juni) wird Havertz, dem viele Experten eine ähnlich steile Karriere zutrauen, 22 Jahre alt. Ein Jahrzehnt trennt ihn damit vom erfahrenen Müller (31).

    Teamgedanke steht im Vordergrund

    Der Teamgeist in ihm betonte aber gleich mehrmals, dass bei einem Turnier persönliche Ambitionen niemals dominieren dürften. "Als Mannschaft möchte man ein Ziel erreichen. Da geht es nicht, dass man sein Ego darüber stellt.» Auf die Bank mag er trotzdem nicht (mehr). «Ich bin Fußballer, ehrgeizig und möchte jedes Spiel spielen".