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Jury-Entscheidung: Polen dürfen doch bei Tournee antreten | BR24

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Kamil Stoch (l.) und Titelverteidiger Dawid Kubacki

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    Jury-Entscheidung: Polen dürfen doch bei Tournee antreten

    Erst der Ausschluss, nun die Rolle rückwärts: Die polnischen Skispringer dürfen nun doch am Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf teilnehmen. Voraussetzung waren zwei negative Corona-Testreihen des gesamten Teams.

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    • BR24 Sport

    Happy End für Polens Skispringer um Titelverteidiger Dawid Kubacki im Corona-Chaos von Oberstdorf: Wie das Organitaionskomitee in Oberstdorf nach einer Intervention des Skiweltverbandes FIS entschied, dürfen die polnischen Adler nun doch beim Auftakt der Vierschanzentournee an den Start gehen. Eine dritte Testreihe bei Kubacki, Olympiasieger Kamil Stoch und dem anfangs positiv getesteten Klemens Muranka fiel geschlossen negativ aus, weshalb das polnische Team heute um 16.30 Uhr über den Bakken der Schattenbergschanze gelassen wird.

    Die FIS hatte am späten Montagabend mitgeteilt, dass ein Start der Polen nun doch noch möglich sei, wenn alle weiteren Corona-Tests erneut negativ ausfielen. Das Weltklasse-Team war am Montag zunächst kollektiv in Quarantäne geschickt und für das  Oberstdorf-Springen ausgeschlossen worden, nachdem Murankas erster Test positiv ausgefallen war.

    Noch am Montag (28.12.2020) hatte Florian Stern, Generalsekretär beim Wettbewerb in Oberstdorf, beteuert, dass weitere Testresultate keinen Einfluss auf den Auftakt-Ausschluss mehr hätten.

    "Für uns ergibt sich keine große Änderung. Aus sportlicher Sicht finde ich es gut, dass die Polen dabei sind. Es ist eine der stärksten Nationen. Und die Besten sollten einfach mitspringen." Bundestrainer Stefan Horngacher

    K.o.-Duelle entfallen - 62 Springer am Start

    Nun kommt nach 22 Stunden Virus-Wirrwarr doch noch eine Wendung, was nicht nur die Polen, sondern auch die Konkurrenz um das deutsche Team erfreuen dürfte. Auch die Gastgeber um die beiden Mitfavoriten Markus Eisenbichler und Karl Geiger zeigten sich nach der Qualifikation schockiert vom kollektiven Ausschluss eines ernsthaften Rivalen.

    Für das Auftaktspringen soll nun der komplette Plan geändert werden. Statt 50 Springern in 25 K.o.-Duellen dürfen nun alle 62 anwesenden Skispringer an den Start gehen. Neben den sieben Polen also auch alle, die am Montag sportlich die Qualifikation verpasst hatten. Um die am Montag coronabedingt verpassten Trainingssprünge nachzuholen, sollen die Polen auf der Schattenbergschanze ein Extra-Zeitfenster erhalten.