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© BR24 Sport/ Julian Ignatowitsch
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Aktuell läuft die Judo-WM in Budapest. Mit dabei: Theresa Stoll vom TSV Großhadern. Eigentlich ist so eine Weltmeisterschaft das Highlight der Saison. Aber für Stoll, wie auch für die anderen Athleten, kommt sie zu einem ungelegenen Zeitpunkt.

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Judo-WM als Olympia-Härtetest für Medaillenhoffnung Stoll

Aktuell läuft die Judo-WM in Budapest. Mit dabei: Theresa Stoll vom TSV Großhadern. Eigentlich ist so eine Weltmeisterschaft das Highlight der Saison. Aber für Stoll, wie auch für die anderen Athleten, kommt sie zu einem ungelegenen Zeitpunkt.

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Von
  • Julian Ignatowitsch

Es ist eine außergewöhnliche Situation in diesem Jahr für alle Judoka: Mitten in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele steigt eine Weltmeisterschaft. Theresa Stoll findet den Zeitpunkt ungünstig: "Das ist jetzt aus trainingswissenschaftlicher Sicht nicht so optimal, zwei Höhepunkte in so kurzer Zeit, aber man muss das richtig einordnen", sagt die 25-Jährige vom TSV Großhadern.

Die WM sieht die Judoka nicht als Generalprobe, "aber als wichtigen letzten Wettkampf vor den Spielen. Um zu schauen, wo stehe ich gerade, an welchen Schrauben muss ich in den letzten zwei Monaten noch drehen."

Stoll: "Ich werde alles geben"

Ihre ersten Sommerspiele haben für die 25-Jährige ganz klar Priorität. Und trotzdem kann sie die WM nicht zu locker angehen, denn in Budapest geht es um eine Menge Weltranglistenpunkte - und die sind im Hinblick auf Tokio wichtig. Die ersten acht Kämpfer jeder Gewichtsklasse sind bei den Spielen gesetzt, haben somit ein leichteres Los in den ersten Runden - Stoll steht momentan an Position neun.

"Ich denke, dass die WM schon entscheidend ist, wie die Rangliste aussehen wird. Ich werde einfach alles geben und wenn es nicht klappt mit den besten Acht, dann ist es auch kein Weltuntergang, wenn ich oben stehen will, muss ich eh alle schlagen." Theresa Stoll

Stoll hat sich in den vergangenen Jahren zur Medaillen-Kandidatin gekämpft, war EM-Zweite und WM-Fünfte, in Düsseldorf gewann sie 2017 als jüngste Deutsche aller Zeiten ein internationales Top-Event. In der Corona-Pause trainierte sie hauptsächlich mit ihrer Zwillings-Schwester Amelie, gegen die sie auch den Wettkampf um den Startplatz in Tokio gewann. Danach brauchte sie zwar etwas Anlauf, war zuletzt mit zwei dritten Plätzen aber schon wieder erfolgreich.