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Joshua Zirkzee - wer ist der FC-Bayern-Joker? | BR24

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Der FC Bayern München gewinnt ein spektakuläres Spiel beim SC Freiburg mit 3:1. Dabei hatte es lange nach dem nächsten Punktverlust des Rekordmeisters in der Bundesliga ausgesehen. Doch ein unbekannter Youngster rettet den FCB in der Nachspielzeit.

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Joshua Zirkzee - wer ist der FC-Bayern-Joker?

Er kam in der 90. Minute beim Stand von 1:1. Dem FC Bayern drohte ein Punktverlust beim SC Freiburg. Doch nur kurz nach seiner Einwechslung traf Joshua Zirkzee zum 2:1 - "Joshua wer?", fragen sich die Fußball-Fans.

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Joshua Zirkzee wurde kurz vor Schluss für Superstar Philippe Coutinho, der gegen Freiburg nicht an seine Gala-Vorstellung gegen Werder Bremen anknüpfen konnte, eingewechselt. Zu diesem Zeitpunkt sah es so aus, dass der deutsche Meister mit viel Glück gerade noch einen Punkt nach Hause bringen würde. Freiburg war klar die bessere Mannschaft. Was der FC Bayern über weite Strecken zeigte, erinnerte stark an die Spiele unter Ex-Coach Niko Kovac: Viele Pässe kamen nicht an, die Stars wirkten behäbig und unkonzentriert.

Doch ein erst 18-Jähriger Niederländer gab bei seinem Bundesliga-Debüt mit seinem Treffer zum 2:1 in der Nachspielzeit die entscheidende Wende. Zirkzee stand da gerade mal 104 Sekunden auf dem Platz. Kurz darauf erhöhte Serge Gnabry auf 3:1 für den FC Bayern - ein wichtiger Sieg. Durch die drei Punkte ist der FC Bayern jetzt Dritter, mit vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer RB Leipzig.

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Nach dem Last-Minute-Sieg in Freiburg ist die Erleichterung beim FC Bayern München groß. Sportdirektor Hasan Salihamidzic und die Mannschaft loben den Youngster und späten Torschützen Joshua Zirkzee.

Zirkzee seit 2017 beim FC Bayern

Doch wer ist dieser Zirkzee? "Er ist ein junger Stürmer, der es im Training schon sehr gut macht", sagte Bayern-Trainer Hansi Flick über den Youngster.

"Das ist ein richtig guter Junge, eines der größten Talente in unserer Akademie." Hasan Salihamidzic, Sportdirektor FC Bayern

Mit 16 Jahren kam er 2017 von Feyenoord Rotterdam zum Rekordmeister. Er gilt als schnell, vielseitig und körperlich stark - nicht nur wegen seiner Größe von 1,93 Metern. In der U17- und U19-Bundesliga erzielte er in 32 Spielen 27 Tore, in der UEFA Youth League, der Champions League für Nachwuchsteams, waren es vier Treffer in sechs Partien. Auch Flicks Vorgänger Niko Kovac hielt viel von dem jungen Niederländer und nahm ihn 2018 mit auf USA-Reise. Kurz zuvor machte er mit einem Treffer im Testspiel gegen Paris St. Germain auf sich aufmerksam.

"Auf dem Boden bleiben"

Der 18-Jährige hat zweifellos viel Talent, doch ausruhen sollte er sich darauf nicht. In der 3. Liga fiel Zirkzee bislang nicht auf, in Freiburg war er auch nur aufgrund der angespannten Personalsituation beim Rekordmeister dabei. Und so warnte auch Trainer Flick: "Es ist noch viel zu tun. Wir sollten schön auf dem Boden bleiben." Auch Spieler-Kollege David Alaba wollte nicht nur loben: "Er hat ein Talent, das nicht jeder hat. Aber Talent allein reicht oft nicht." Mal sehen, wie diese Geschichte weiter geht. Beim FC Bayern sind ja schon viele Talente gescheitert.