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Joshua Kimmich: Ein neuer Anführer für das DFB-Team | BR24

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Das junge DFB-Team nutzte seine Chance, obwohl es am Ende nur ein Unentschieden gab. Kapitän Joachim Kimmich lobt den Auftritt von Serge Gnabry und "freut sich für die Jungs, die ihr Debüt feiern konnten".

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Joshua Kimmich: Ein neuer Anführer für das DFB-Team

Beim 2:2 gegen Argentinien führte Joshua Kimmich erstmals die Nationalmannschaft auf den Platz und lieferte dann einen starken Auftritt. Der 24-Jährige hat die Kapitänsbinde wohl nicht zum letzten Mal getragen.

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Fußball spielen mit der Kapitänsbinde um den Arm – das war natürlich nichts Neues mehr für Joshua Kimmich. Doch dass er dabei die DFB-Elf aufs Feld führen durfte, schon während der Nationalhymne ihr Anführer war, das sei ein überragendes Gefühl, verriet er. "Es war ein besonderer Moment in meiner Karriere.“

Als 24-Jähriger ist er einer der jüngsten DFB-Kapitäne überhaupt. Aber mit 45 Länderspielen war der FC-Bayern-Spieler beim 2:2 gegen Argentinien der nach Einsätzen erfahrenste Akteur im nach vielen Verletzungsausfällen neu zusammengestellten Team. Er ersetzte seinen Münchner Teamkollegen Manuel Neuer, der auf der Bank saß. Zweimal trug der defensive Mittelfeldspieler bislang die DFB-Binde während Partien des Confed-Cups 2017.

"Er ist ein Vorbild in seiner ganzen Einstellung." Bundestrainer Joachim Löw

Für Bundestrainer Joachim Löw zählten ohnehin andere Kriterien als die Erfahrung: "Ich schaue nicht darauf, wer die meisten Länderspiele hat. Der kriegt die Binde - das war früher mal."

Und er schaute auch nicht darauf, wie erfahren Kimmich an Jahren ist. "Er ist ein Vorbild in seiner ganzen Einstellung", sagte der Bundestrainer nach dem 2:2. "Er kann auch verbal eine Mannschaft auf dem Platz führen. Er ist in der Organisation sehr klug und gibt Anweisungen. Er ist immer omnipräsent auf dem Platz." Ein neuer Anführer fürs DFB-Team also, der höchstwahrscheinlich nicht zum letzten Mal die Kapitänsbinde trug.

Ohne Müller würde "eine große Identifikationsfigur fehlen"

Obwohl der Auftritt des 24-Jährigen bisweilen dann auch wieder so wirkte, als wäre er etwas zu motiviert mit seiner Kapitänsbinde. Schon in der elften Minute sah der defensive Mittelfeldspieler die gelbe Karte. "Das Wichtigste wäre ein Sieg gewesen, das haben wir leider nicht geschafft", kommentierte Kimmich: "Dann wäre es perfekt gewesen." So steht Kimmichs Aussage sogar symbolisch: "Ich glaube, dass die Binde Manuel Neuer fast besser passt. Vielleicht muss der DFB mal eine in XS herstellen, weil bei mir ist sie gerade in der ersten Halbzeit immer wieder runtergerutscht. Da muss ich morgen mal ein bisschen meinen Bizeps aufpumpen."

Ganz im Sinne des obersten deutschen Sprachrohrs äußerte sich der Bayern-Spieler übrigens auch zu seinem Bayern-Mitspieler Thomas Müller, der den Klub möglicherweise verlassen will. "Da würde eine große Identifikationsfigur fehlen", sagte Kimmich. Der 30 Jahre alte Angreifer spielt seit der Jugend beim deutschen Rekordmeister. "Ich weiß nicht, ob er gehen möchte", sagte Kimmich. Er könne aber "nachvollziehen, dass er den Anspruch hat, spielen zu wollen."