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Mats Hummels, Thomas Müller und Jérôme Boateng bei einem Länderspiel
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Mats Hummels, Thomas Müller und Jérôme Boateng bei einem Länderspiel

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigte, dass Löw seine Entscheidung den drei Spielern am Dienstag persönlich in München mitgeteilt habe. "2019 ist für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft das Jahr des Neubeginns", wird Löw zitiert: "Es war mir ein wichtiges Anliegen, den Spielern und Verantwortlichen des FC Bayern meine Überlegungen und Planungen heute persönlich zu erläutern." Der Bundestrainer dankte Boateng, Hummels und Müller "für viele erfolgreiche, außergewöhnliche und einmalige gemeinsame Jahre."

Es sei an der Zeit, "die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wir wollen der Mannschaft ein neues Gesicht geben. Ich bin überzeugt, dass das nun der richtige Schritt ist." Löw hatte zuletzt bereits Weltmeister Sami Khedira von Juventus Turin nicht mehr nominiert. "Die jungen Nationalspieler erhalten den nötigen Raum zur vollen Entfaltung. Sie müssen nun die Verantwortung übernehmen", so Löw.

Rückendeckung von DFB-Präsident Grindel

DFB-Präsident Reinhard Grindel bestärkte Löw: "Ich begrüße es, dass er den Umbruch unserer Nationalmannschaft jetzt weiter entschlossen voranbringt. Der Beginn der Qualifikation für die Euro 2020 ist genau der richtige Zeitpunkt für personelle Veränderungen", sagte Grindel. Auch DFB-Direktor und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff unterstrich: "Wir wollen nun konsequent den Neubeginn auch im Kader sichtbar machen."

Müller, Hummels, Boateng: Insgesamt 246 Länderspiele

Der 29-jährige Müller spielte seit seinem Debüt 2010 100 Mal für die Nationalmannschaft und erzielte 38 Treffer. Die Innenverteidiger Hummels (Debüt 2010) und Boateng (Debüt 2009), beide 30, spielten 70- bzw. 76 Mal für Deutschland. Alle drei gewannen 2014 in Brasilien als Stammspieler den Weltmeistertitel. Als erster Spieler äußerte sich Jérôme Boateng in den sozialen Netzwerken zu seinem Nationalmannschafts-Aus. Boateng sei "traurig", aber er "respektiere" die Pläne des Bundestrainers. Alle bisherigen Reaktionen finden Sie hier zusammengefasst.