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Japanerin Osaka schlägt Asarenka im Finale der US Open | BR24

© picture alliance / AP Images

Die Japanerin Naomi Osaka beim Aufschlag.

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    Japanerin Osaka schlägt Asarenka im Finale der US Open

    Die 22-jährige Naomi Osaka hat zum zweiten Mal die US Open in New York gewonnen. Die Siegerin von 2018 setzte sich im Finale gegen die Belarussin Viktoria Asarenka mit 1:6, 6:3, 6:3 durch und feierte damit den dritten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere.

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    Naomi Osaka bleibt in Grand-Slam-Endspielen weiterhin ungeschlagen. Zwei Jahre nach ihrem ersten Titel bei den US Open ist die Japanerin wieder die Königin von New York. Im Endspiel am Samstag lag die frühere Weltranglisten-Erste nach einem miserablen Start mit 1:6, 0:2 zurück, alles schien zu Gunsten von Viktoria Asaranka zu laufen.

    Doch die Japanerin stemmte sich gegen die Niederlage, spielte befreiter auf und wurde druckvoller. Die Partie entwickelte sich zum hochklassigen Schlagabtausch - mit dem besseren Ende für die 22-Jährige, die sich in ihrem dritten Major-Finale den dritten Titel nach den US Open 2018 und den Australian Open 2019 sicherte.

    "Es war ein hartes Match für mich. Ich habe irgendwann gedacht, es wäre peinlich, wenn ich in unter einer Stunde verliere", verkündete Osaka bei der Siegerehrung, nachdem sie sich unmittelbar nach dem Matchball erst einmal auf den Rücken gelegt hatte.

    Genugtuung für Rückschläge

    Osaka, die in der Weltrangliste auf Rang drei klettert, erlebte in New York eine Genugtuung nach einigen Rückschlägen. Nach ihren beiden Grand-Slam-Titeln war sie die Nummer eins der Welt - doch sie kam mit den anschließenden hohen Erwartungen nicht zurecht und bei den folgenden vier Major-Turnieren nicht mehr über das Achtelfinale hinaus. "Meine Mentalität ist ganz anders als vor zwei Jahren", teilte sie nun vor dem Finale mit: "Ich habe durch Höhen und Tiefen viel gelernt. Ich bin mental stärker und fühle mich fitter." Das bewies sie danach auch auf dem Court.

    Gegen Polizeigewalt und Rassismus

    Die Japanerin glänzte in Flushing Meadows aber nicht nur sportlich, sondern auch als Stimme gegen Polizeigewalt und Rassismus. Vor jeder Partie in New York trug sie einen Mund-Nase-Schutz, auf dem der Name eines Opfers von Polizeibrutalität in den USA stand. Am Samstag erinnerte sie so an Tamir Rice, der Schüler war 2014 im Alter von zwölf Jahren in Cleveland/Ohio von einem Polizisten erschossen worden.

    Auch Asarenka findet zu alter Stärke zurück

    Für Asarenka war es die dritte Final-Niederlage bei den US Open, 2012 und 2013 hatte sie jeweils gegen Serena Williams verloren. In den selben Jahren hatte sie bei den Australian Open ihre einzigen beiden Grand-Slam-Titel gewonnen. Danach wurde sie von Verletzungen und Formkrisen zurückgeworfen, darüber hinaus geriet sie nach der Geburt ihres Sohnes Leo 2016 in einen Sorgerechts-Streit mit dem Vater des Kindes. Kalifornien, wo die 31-Jährige wohnte, konnte sie daher erst wieder ab Mitte 2018 verlassen.

    Nachdem die kanadische Titelverteidigerin Bianca Andreescu erst gar nicht angereist war und die Nummer eins und zwei der Weltrangliste fehlten, standen sich mit Osaka und Asarenka die beiden besten Spielerinnen seit der Corona-Unterbrechung gegenüber. Schon beim Vorbereitungsturnier an gleicher Stelle standen beide im Finale. Osaka musste jedoch wegen Problemen in der linken hinteren Oberschenkelmuskulatur passen.

    Osaka lässt Start bei den French Open noch offen

    Nach ihrem Sieg bei den US Open ließ Osaka ihre Teilnahme an den Ende des Monats in Paris beginnenden French Open vorerst noch offen: "Bevor ich hierher kam, hatte ich vor, dort zu spielen, aber das werde ich jetzt sehen." Während der US Open trug sie in jedem Match eine Bandage am Oberschenkel. "Ich hatte noch keine Zeit zur Erholung. Mal sehen, was passiert und wie es sich anfühlt, wenn ich jetzt ein bisschen Pause mache", meinte die Japanerin nach dem Endspiel.

    Endspiel der Herren: Zverev gegen Thiem

    Das Endspiel der Herren bestreiten am Sonntag (22.00 Uhr MESZ) der Hamburger Alexander Zverev und Dominic Thiem aus Österreich.