BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© picture alliance
Bildrechte: picture alliance

Jan Frodeno stellt neuen Weltrekord auf

1
Per Mail sharen

    Triathlet Jan Frodeno pulverisiert im Allgäu eigenen Weltrekord

    Jan Frodeno hat seinen eigenen Weltrekord über die Triathlon-Langdistanz gebrochen. Im Allgäu benötigte der dreimalige Ironman-Weltmeister nur 7:27:53 Stunden. Er blieb als erster Mensch unter siebeneinhalb Stunden.

    1
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Sport

    Beim Duell-Format "Tri Battle" im Allgäu über die Distanz 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilomerter Laufen gegen den Kanadier Lionel Sanders unterbot Jan Frodeno seine bisherige Weltbestmarke vor fünf Jahren und einem Tag in Roth um 7:46 Minuten.

    "Ich bin sprachlos, davon habe ich geträumt", sagte der Kölner nach der Zielankunft. Frodeno blieb damit als erster Mensch über diese Distanz unter siebeneinhalb Stunden. Der Kanadier Sanders konnte mit dem rasanten Tempo, das Frodeno vom Start weg vorlegte, nicht mithalten. Er kam erst über eine Viertelstunde nach Frodeno in der immer noch Weltklasse-Zeit von 7:43:32 Stunden ins Ziel.

    Frodeno trotzt schlechten Bedingungen

    Trotz Dauerregen, Temperaturen deutlich unter 20 Grad und einem schmerzhaften Sturz nach nur zehn Lauf-Kilometern gelang dem Olympiasieger von 2008 die nächste Fabelzeit, für die alle Voraussetzungen geschaffen worden waren: Die Rad- und die Laufstrecke waren für Allgäuer Verhältnisse sehr flach. Um weniger abbremsen zu müssen, wurden beim Schwimmen die Ecken abgerundet und auf dem Radkurs gar eine Steilwandkurve eingebaut. Auf Tempomacher und andere Hilfsmittel wurde bewusst verzichtet, damit ein möglicher Weltrekord auch anerkannt würde.

    "Es ist unglaublich. Es war so hart, so kalt, so regnerisch. Im Moment bin ich ein gebrochener Mann". Jan Frodeno.

    Frodeno lag schon nach dem Schwimmen (45:58 Minuten) in Führung. Nach 3:55:22 Stunden auf dem Rad behielt er mit rund fünf Minuten Vorsprung weiter die Nase vorn. Auch von Problemen in der linken Hüfte nach dem Malheur auf durchtränktem Geläuf in einer Kurve im Stadionbereich ließ sich der Hawaii-Champion nicht aufhalten.

    Formtest für Hawaii geglückt

    Frodenos Idee zum "Tri Battle Royale" war ein Stück weit aus der Not geboren. Unbedingt wollte er als Test vor der Titelverteidigung auf Hawaii (9. Oktober) noch einen Langstreckenwettkampf bestreiten, doch die Verschiebungen der Ironmen in Roth und Frankfurt durchkreuzten seine anfänglichen Pläne. Der 39-Jährige musste - wie schon im Vorjahr bei seinem "Ironman at Home" - kreativ werden. Mit Sanders habe er sich ganz bewusst den "schnellsten" Gegner für diese Art des Wettkampfes ausgesucht. Der könne ihn vielleicht entscheidend "hochpushen", mutmaßte Frodeno - und sollte Recht behalten.