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Ski alpin: Bassino gewinnt in Sölden - DSV-Quartett ohne Punkte | BR24

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Marta Bassino hat den Saisonauftakt der Ski-alpin-Damen in Sölden gewonnen. Die Italienerin gewann souverän den Riesenslalom. Die deutschen Damen erlebten ein Rennen zum Vergessen.

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Ski alpin: Bassino gewinnt in Sölden - DSV-Quartett ohne Punkte

Die Ski-alpin-Damen haben in Sölden die neue Saison eröffnet - mit einer kleinen Überraschung: Es gewann die Italienerin Marta Bassino. Das Quartett des Deutschen Skiverbands (DSV) verpasste den zweiten Lauf und damit auch Weltcuppunkte.

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Bei schwierigen Sichtbedingungen legte Marta Bassino mit der Startnummer zwei schon im ersten Durchgang eine Fabelzeit vor, mit der sie die Konkurrenz distanzierte. Die zweitplatzierte Federica Brignone, im vergangenen Winter Gewinnerin des Gesamt- und Riesenslalomweltcups, hatte schon 58 Hundertstel Rückstand.

Zweiter Weltcupsieg für Bassino

Im zweite Durchgang reichte Bassino dann ein kontrollierter Sicherheitslauf, um den Sieg ins Ziel zu retten. Mit 14 Hundertstelsekunden Vorsprung gewann sie vor Brignone. Für Bassion ist es erst der zweite Sieg in ihrem 107. Weltcuprennen. Mit Laufbestzeit in Durchgang zwei schob sich die Slowakin Petra Vlhová vom zehnten Platz noch aufs Podest: Sie wurde Dritte.

Lena Dürr & Co. verpassen den zweiten Lauf

Der Deutsche Skiverband (DSV) hatte in Sölden im ersten Winter nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg nicht mit Topplatzierungen gerechnet. Leider waren die DSV-Läuferinnen aber nicht nur von den Spitzenplätzen, sondern sogar von den Top 30 - und damit dem zweiten Durchgang - teilweise weit entfernt.

Slalomspezialistin Lena Dürr war mit 4,74 Sekunden Rückstand auf Platz 38 noch die Beste, verpasste den zweiten Lauf aber genauso wie Weltcup-Debütantin Lisa Loipetssperger (50./+5,61), Jessica Hilzinger (51./+6,24) und Andrea Filser (54./+6,37). 69 Läuferinnen waren in Sölden insgesamt am Start.

"Sie waren viel zu vorsichtig für die Verhältnisse, sind zu wenig Risiko und Attacke gegangen. Dann bist du nicht dabei." DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier

Damen-Cheftrainer Jürgen Graller stellte sich vor sein junges Team im Umbruch, auf das er auch in Zukunft setzen will: "Die müssen hin auf die Bühne Weltcup. Ich setzte im Riesenslalom auf diese junge Gruppe. Die müssen präsent sein, die Hänge kennenlernen und die Scheu vor dem Weltcup ablegen."

Keine Zuschauer auf dem Gletscher - positive Coronafälle

Wegen der Corona-Pandemie finden die Rennen auf dem Söldener Rettenbachferner ohne Zuschauer statt. Sportler und Betreuer werden auf das Virus getestet.

Im Vorfeld der Rennens bestätigte der schwedische Teamchef Lars Melin, dass sich Trainer Ola Masdal nach einem positiven Befund in Quarantäne befinde. Auch ein weiterer Trainer, der mit Masdal im Skilift gefahren sei, wurde untersucht.

Markus Waldner, Renndirektor des Internationalen Skiverbands FIS, sagte am Freitag, dass es Fälle in zwei Teams gegeben habe. Die betroffenen Teams nannte er nicht. Die Personen seien bereits am Donnerstag getestet und danach isoliert worden.