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IOC-Präsident Thomas Bach geht voller Vorfreude in die Olympischen Sommerspiele in Tokio. Deren Organisationschef Toshiro Muto befürchtet aber, dass bei steigenden Coronazahlen ein vorzeitiges Ende drohen könnte.

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IOC-Präsident Thomas Bach: Olympiavorfreude und Dopingangst

Für Thomas Bach wird die Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in Tokio ein "Moment der Freude und der Erleichterung", erklärte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees. Anlass zur Sorge bereiten ihm jedoch neue Dopingpraktiken.

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  • BR24 Sport

Thomas Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte schon am Vortag im Rahmen der 138. IOC-Session bekannt, dass ihm das Coronavirus mehrere schlaflose Nächste beschert habe. Es habe ihn schwer belastet, die Befürchtungen monatelang für sich behalten zu müssen, sagte der Fecht-Olympiasieger von 1976 im Rahmen einer Pressekonferenz vor den am Freitag beginnenden Sommerspielen in Tokio.

Hätte er sich in aller Öffentlichkeit dazu bekannt, "hätten die Olympischen Spiele zerfallen können", so Bach. Aus Sorge vor einer "sich selbst erfüllenden Prophezeiung" hielt er still, vermittelte nach der Verlegung ins Jahr 2021 Zuversicht und erklärte kurz vor dem Auftakt der Tokio-Spiele: "Wir sehen endlich Licht am Ende dieses dunklen Tunnels".

"Der Weg zu dieser Eröffnungsfeier war nicht der einfachste. Wenn man am 23. Juli Steine fallen hört, dann sind sie von meinem Herzen gefallen". Thomas Bach.

Sorge vor dem Corona-Virus bleibt

Dennoch bleibt das Virus ein dominierendes Thema. Die niederländische Skateboarderin Candy Jacobs (31), die chilenische Taekwondo-Kämpferin Fernanda Aguirre (23), der tschechische Tischtennis-Profi Pavel Sirucek (28), die britische Schützin Amber Hill (23) und ein Beachvolleyball-Spieler der USA sind die neuesten fünf Coronafälle unter den Olympioniken.

Am Dienstag waren in der japanischen Hauptstadt offiziell 1.387 neue Corona-Infektionen vermeldet worden, das waren 557 mehr als am Dienstag der Vorwoche. Es war zugleich der höchste jemals registrierte Wert in Tokio für einen Dienstag.

Doping-Anschläge geben "Anlass zur Sorge"

Doch noch ein zweiter Bereich bereitet Bach vor der Eröffnungsfeier Sorgen: Nach den jüngsten Enthüllungen über die hohe Wirksamkeit von "Doping-Anschlägen" ist das IOC alarmiert. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) müsse "dem nachgehen und tut das. Ich hoffe, die WADA wird für Klarheit sorgen". Eine Recherche der ARD-Dopingredaktion hatte ergeben, wie Sportler ungewollt lediglich über Hautkontakt zu verbotenen Substanzen zu Dopern werden können.