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Tipps zur Verletzungsprohylaxe von Prof. Christian Fink | BR24

© picture-alliance/dpa

Christian Fink

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    Tipps zur Verletzungsprohylaxe von Prof. Christian Fink

    Kreuzbandverletzungen sind die mit Abstand häufigste Läsion im Skisport. Prof. Dr. Christian Fink rät, diese Art von Verletzung keinesfalls zu bagatellisieren und zur Vorbeugung durch Konditions- und Koordinationsübungen.

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    Der Kreuzbandriss als solcher sei zwar grundsätzlich nicht so schwerwiegend, da sie aber oft mit Knorpel- und Meniskusverletzungen einhergeht, ist die Reha langwierig und ein sportliches Comeback – nicht nur bei Profis – meist nur von kurzer Dauer.

    Kondition und Koordination schulen

    Gerade Hobbysportlern fällt es oft schwer, die vielen und teils sehr aufwendigen Rehamaßnahmen, die zur vollständigen Heilung notwendig sind, in ihren Alltag zu integrieren. Um solche Verletzungen vorzubeugen, rät Prof. Dr. Fink die Kondition und Koordination zu schulen. Und zwar nicht erst im Winter auf den Skiern, sondern präventiv das ganze Jahr über mit verschiedenen Sportarten. Denn je unterschiedlicher die Trainingsreize sind, desto besser kann sich der Körper an verschiedene Belastungen anpassen und das Verletzungsrisiko sinkt.

    Erfahrungsgemäß passieren die meisten Unfälle auf der Piste ab 14 Uhr, daher empfiehlt der Experte jedem Skisportler, die Grundkondition zum Beispiel durch Wandern zu verbessern. Gerade das Bergaufgehen trainiert den Rücken und die Rumpfstabilität, die zum Skifahren unerlässlich ist. Beim Bergabgehen ist jedoch Vorsicht geboten: Ein zu steiler Abstieg belastet die Gelenke unnötig, weshalb die Touren so geplant werden sollten, dass es steil rauf, aber eher flach runter geht. Auch das Benutzen von Stöcken entlastet die Gelenke zusätzlich.

    Restrisiko bleibt immer

    Doch egal wie gut der Körper auf die Belastung beim Skifahren vorbereitet wurde, ein gewisses Restrisiko bleibt immer. Daher rät Prof. Fink jedem Skifahrer, genügend Pausen einzulegen und auf Müdigkeitsanzeichen des Körpers zu hören. Gerade die letzte Abfahrt sei riskant, da der Schnee am späten Nachmittag oftmals nicht mehr optimal ist und viel Kraft benötigt wird, um die Piste zu meistern. Zudem sind viele Skifahrer müde und dadurch unkonzentriert. Daher lieber langsam und vorsichtig die letzte Piste genießen und anschließend beim Après-Ski den Skitag ausklingen lassen.

    Prof. Dr. Christian Fink ist Chirurg in Innsbruck und betreute nicht nur das Knie von Felix Neureuther oder den Daumen von Lindsey Vonn, sondern er operierte schon viele Kreuzbänder einiger großer Namen im Skisport.