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Söder und Herrmann machen Hoffnung auf Profisport mit Zuschauern | BR24

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Innenminister Joachim Herrmann spricht sich für Profisport mit Zuschauern aus

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Söder und Herrmann machen Hoffnung auf Profisport mit Zuschauern

Dürfen Zuschauer ins Stadion und wenn ja, wie viele? Das soll in dieser Woche länderübergreifend entschieden werden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann machen den Vereinen und den Fans Hoffnung.

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) macht den Sportfans Hoffnungen, dass die deutschen Profiligen ihren jeweiligen Saisonbeginn vor Zuschauern austragen können. Bei der Saison-Eröffnungsfeier des Handball-Bundesligisten HC Erlangen, bei dem Herrmann auch Aufsichtsratsmitglied ist, sagte der Minister:

"Ich bin zuversichtlich, dass die Handball-Saison Anfang Oktober ordentlich starten kann und wir arbeiten vor allem auch daran, dass es dann auch wieder mit Zuschauern möglich ist." Bayerischer Innenminister Joachim Herrmann

Entscheidung am Dienstag?

Damit spielte Herrmann auf die Konferenz der Leiter der Senats- und Staatskanzleien der Bundesländer an, die am Dienstagnachmittag stattfinden soll. Dort wollen sich die Bundesländer auf einheitliche Richtlinien einigen, um möglichst gleiche Verhältnisse für die Profimannschaften in den einzelnen Bundesländern zu schaffen.

Söder für Probetrieb in Fußballstadien

CSU-Chef Markus Söder sieht Chancen für Bundesliga-Fußball vor Fans. "Ich bin zurückhaltend, aber ich sehe eine Chance, dass wir für einige Wochen eine Art Probebetrieb machen und Ende Oktober ein endgültiges Bild haben", sagte er der "Bild"-Zeitung am Sonntagabend. Söder forderte aber strenge Auflagen, die an das jeweilige Stadion angepasst werden müssten. In jedem Fall dürfe ein Öffnen der Stadien nicht die Öffnung von Schulen und Kitas gefährden. Die gehe vor.

Bisher unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern

Zunächst sind beispielsweise in Sachsen Fakten geschaffen worden. So steht bereits fest, dass RB Leipzig den Saisonstart in der Fußball-Bundesliga am kommenden Sonntag gegen Mainz 05 vor rund 8.500 Zuschauern austragen wird. In Bayern dagegen müsste nach aktuell bestehender Rechtslage weiter ohne Publikum gespielt werden – und bereits am Freitag bestreitet der FC Bayern München das Eröffnungsspiel der neuen Saison in der Bundesliga gegen Schalke 04.

Zeitdruck vor Saisonstart

Vor diesem Hintergrund machte Herrmann auf den Zeitdruck aufmerksam, der nun herrsche und argumentierte auch für andere Sportarten mit der Chancengleichheit, die für Vereine aus unterschiedlichen Bundesländern gelten müsse: "Egal, ob es um Fußball, Handball, Eishockey, Basketball oder andere Sportarten geht: Es muss eine annähernd vergleichbare Zahl an Zuschauern da sein und nicht in einem Bundesland dreimal so viele wie im anderen. Wir müssen uns auch über Hygieneregeln verständigen, aber wir brauchen wieder Zuschauer für den Spitzensport."

Möglicherweise ein Drittel Zuschauer

Klar sei aber auch, dass es durch die Corona-Situation noch keine vollen Stadien und Hallen geben könne, so Herrmann weiter. Konkrete Zahlen wollte der Minister nicht nennen, auch um den Gesprächen am Dienstag nicht vorzugreifen.

Nach ZDF-Informationen wollen sich die Bundesländer dann aber auf eine einheitliche Regelung verständigen, wonach eine Zulassung von Zuschauern von 30 bis 40 Prozent des Fassungsvermögens der jeweiligen Sportstätte möglich wäre. Also rund ein gutes Drittel der Stadion- oder Sporthallenkapazität. Das soll nicht nur für den Fußball gelten, sondern die Grundlage für alle bundesweiten Sportveranstaltungen mit Zuschauern sein.

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Dürfen Zuschauer ins Stadion und wenn ja, wie viele? Das soll in dieser Woche länderübergreifend entschieden werden. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann spricht sich dafür aus.

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