Zurück zur Startseite
Sport
Zurück zur Startseite
Sport

Im Training ausprobiert: Wie Valentini Ersatz-Torhüter wurde | BR24

© dpa-Bildfunk/Uwe Anspach

Club-Außenverteidiger als Ersatztorhüter im Pokalspiel: Ernesto Valentini

Per Mail sharen
Teilen

    Im Training ausprobiert: Wie Valentini Ersatz-Torhüter wurde

    Außenverteidiger Enrico Valentini reibt sich noch immer verwundert die Augen, wenn er an seinen Einsatz als Ersatztorhüter beim DFB-Pokalspiel seines 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Kaiserslautern denkt.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Weil sich Club-Torwart Patric Klandt verletzt hatte und Trainer Canadi nicht mehr wechseln konnte, musste Enrico Valentini beim Elfmeterschießen zwischen die Pfosten. Am Ende verlor der Club 5:6 im Elfmeterschießen – Valentini konnte keinen Ball halten. Er habe so etwas wie gestern noch nie erlebt, sagte der Spieler heute: "Ich habe jetzt offiziell jede Position im Profifußball gespielt."

    Aus Spaß wird bitterer Ernst

    Zu der neuen Aufgabe kam er, weil der Deutsch-Italiener im Training zum Spaß schon die Torhüterposition ausprobiert hatte. "Und dann hat sich das der Torwarttrainer notiert." Das Team dachte sogar, dass sein Einsatz eventuell schon gegen St Pauli nötig werden könnte, als sich am Ende der etatmäßige Torhüter Chris Mathenia verletzt hatte, "da wurde aber direkt abgepfiffen", so Valentini.

    Elfmeter war ein "Witz"

    Die Kritik, die auf die Mannschaft nach dem Ausscheiden gegen den Drittligisten vom Betzenberg einprasselt, kann Valentini nicht ganz verstehen, denn es sei ein schwieriges Spiel gewesen. Schon die Elfmeterentscheidung zum 1:0 gegen den Club war seiner Meinung nach "ein Witz", denn "auch wenn ich grätsche, ich geh zum Ball blocken."

    Chancen nicht genutzt

    Ein Elfmeter in der 7. Minute in Kaiserslautern, die dann zu "acht, zu neunt, zu zehnt" hinten drin stehen – das sei sehr schwer zu spielen. "Dann kommen wir zweimal zurück, o.k., und können es dann in der Verlängerung entscheiden – das ist das, was wir uns vorwerfen können, was wir versäumt haben, dass wir die Tore in der zweiten Hälfte der Verlängerung nicht gemacht haben", seine Analyse.

    Am Ende des Tages war es ein schwieriges Pokalspiel, auch weil der Lauterer Trainer Boris Schommers die Clubmannschaft gut kenne und defensiver spielen ließ als er das in der Liga macht.

    Aufgabe: Konzentration über 90 Minuten

    Viel Zeit, dieses Drama zu verdauen, hat der Club nicht, doch nach Meinung Valentinis kann die Mannschaft auf zwei Sachen aufbauen: "Die Chancen haben wir und grundsätzlich lassen wir auch keine großen Chancen zu“, so der 30-Jährige, das sei auch gegen Regensburg so gewesen. Woran die Mannschaft arbeiten müsse, ist nicht nur 60 Minuten, sondern 90 Minuten und länger konzentriert zu bleiben und die Chancen zu verwerten.

    Erfahrene Spieler sind gefragt

    Allerdings rücke alles aufgrund der schweren Verletzungen der beiden Club-Torhüter Patric Klandt – er hat sich die Achillessehne gerissen – und Christian Mathenia – er fällt mit Kniescheibenbruch lange aus – ein wenig in den Hintergrund. Um aus dem Negativstrudel herauszukommen, seien jetzt die erfahrenen Spieler gefragt, "dass sie das Heft in die Hand nehmen und durch Leistung auf dem Platz zeigen, dass wir gewillt sind, das zu ändern." Zu ihnen zählt Enrico Valentini auch.