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Uli Hoeneß: "Der Fußball gehört allen" | BR24

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Uli Hoeneß wünscht sich wieder Zuschauer im Stadion, aber "kein Risiko auf Kosten der Bürger". Damit es in der neuen Bundesliga-Saison spannend bleibt, müsse zudem die Konkurrenz "einfach besser arbeiten", sagte er beim BR-Sonntags-Stammtisch.

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Uli Hoeneß: "Der Fußball gehört allen"

Uli Hoeneß wünscht sich wieder Zuschauer im Stadion. "Der Fußball gehört allen", sagte er beim BR-Sonntags-Stammtisch zur Fan-Debatte mit den Ultras. Damit es in der Bundesliga spannend bleibt, müsse zudem die Konkurrenz "einfach besser arbeiten".

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Jahrzehntelang prägte Uli Hoeneß den Rekordmeister als Manager wie kein anderer, 2009 wurde er Präsident des Vereins. Mittlerweile ist er einfaches Aufsichtsratsmitglied und Ehrenpräsident.

Beim möglichen Wechsel seines Neffen Sebastian Hoeneß, der mit der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters den Meistertitel in der dritten Liga holte, zur TSG Hoffenheim, will sich der ehemalige Bayern-Präsident aber nicht einmischen. "Es ist noch nichts entschieden, ich habe mich aus dieser Diskussion herausgehalten." Er habe Sportvorstand Hasan Salihamidzic mitgeteilt, "dass sie diese Entscheidung ganz alleine zu treffen haben, so oder so", sagte Hoeneß im Sonntags-Stammtisch des Bayerischen Rundfunks. "Weil ich mich da als befangen betrachte."

Die anderen Vereine müssen einfach besser arbeiten

Am Erfolgskurs der Münchner, nach der achten Meisterschaft infolge etwas zu ändern, nur damit es in der Bundesliga spannend bleibt, dazu sieht der ehemalige Fußballer keinen Handlungsbedarf. Im November habe der FC Bayern sieben Punkte hinter Leipzig gelegen. Dortmund und selbst Gladbach waren in der Tabelle vor den Münchnern. "Da hieß es, der Machtwechsel im deutschen Fußball hat begonnen. Wir werden einen Teufel tun, schlechter zu arbeiten, damit es spannender wird. Die anderen müssen einfach besser arbeiten", erklärte der ehemalige Manager.

DFL und FC Bayern arbeiten an Hygienekonzept

Wie gut sich die Konkurrenz auf die neue Saison vorbereitet hat, wird sich ab dem 18. September zeigen. Dann startet die neue Bundesligasaison. Die DFL und der FC Bayern arbeiten bereits an Konzepten, um dann wieder vor Zuschauern spielen zu können. "Ich persönlich wünsche mir das", sagte Hoeneß. "Aber, die Gesundheit der Bürger ist das oberste Gebot." Deshalb, "kein Risiko, auf Kosten der Bürger." Hoffnung auf eine Öffnung gibt dabei immerhin eine Aussage von Kanzleramtschef Helge Braun: "Mit Abstand und Hygienekonzept können Sportveranstaltungen mit Zuschauern durchgeführt werden."

Verteilung der Fernsehgelder korrekt

Hoeneß betont aber auch. dass wenn die Geisterspiele nicht stattgefunden hätten, "würde es den ein oder anderen Verein nicht mehr geben." Die Verteilung der Fernsehgelder findet Hoeneß indes "total korrekt. Den Beitrag den der FC Bayern z.B. in China oder in den USA leistet", sei natürlich wesentlich größer als der von Paderborn. "Die große Diskrepanz entsteht bei den Auslandsvermarktungsrechten." Er glaubt aber nicht, dass, wenn der FC Bayern zugunsten der kleineren Vereine auf Gelder verzichten würde, sich groß etwas verändern würde.

Über CAS-Urteil gewundert

Mit Blick auf die Aufhebung des CAS-Urteils gegen Manchester City sagt Hoeneß: "Wir haben uns auch gewundert, dass es aufgehoben wurden. Aber, das Gericht hat so entschieden." Er gehe nicht davon aus, dass die bestochen waren," sondern einfach "nach ihren Informationen die Geldzahlungen, die Katar genommen hat, als rechtens angesehen haben." Das sei aus der Distanz aber unglaublich schwierig zu beurteilen.

Der Fußball ist auch ohne Ultras möglich

Zur Kritik von Vorstandschef Rummenigge an den Ultras fügte der 68-Jährige an: "Der Fußball gehört allen. Es ist sehr wichtig, dass die Ultras begreifen, dass sie ein wichtiges Element sind, aber nicht alles alleine bestimmen können." Nach Vorfällen wie in Hoffenheim, "als Dietmar Hopp aufs übelste beschimpft wurde, brauchen sie sich nicht zu wundern, dass die Vereine und die Verantwortlichen dagegen Maßnahmen ergreifen." Er sei immer für Kooperation, "aber auch die Ultras müssen wissen, dass der Fußball auch ohne Ultras möglich ist."