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Hoeneß: Gefülltes Festgeldkonto ist jetzt "ein Riesenvorteil" | BR24

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FC-Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß begrüßt die Fortsetzung der Fußball-Bundesliga trotz Coronavirus. Seinen Klub sieht er bestens gerüstet, im Werben um Leroy Sané von Manchester City hofft er auf fallende Transfersummen durch die Krise.

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Hoeneß: Gefülltes Festgeldkonto ist jetzt "ein Riesenvorteil"

Es geht weiter in der Fußball-Bundesliga - gute Nachrichten für die Vereine. Im exklusiven Interview mit BR24 Sport äußert sich Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß sehr optimistisch zu den Perspektiven seines Klubs.

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Die Coronakrise schüttelt auch den Profifußball ordentlich durch. Doch während einige Klubs mit großen wirtschaftlichen Problemen und sogar Existenzängsten zu kämpfen haben, ist beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München alles im Lot. Ehrenpräsident Uli Hoeneß sieht deshalb sehr optimistisch in die Zukunft - sportlich wie auch wirtschaftlich.

Das berühmte "Festgeldkonto" des FC Bayern sorgt in Krisenzeiten dafür, dass der Klub - anders als viele Konkurrenten im In- und Ausland - gelassen nach vorne blicken kann: "Das war immer ein Vorteil und ist jetzt, wo das Geld bei den meisten viel knapper wird, ein Riesenvorteil", so Hoeneß im Exklusivinterview mit BR24 Sport.

"Die Preise werden andere sein"

Auch bei Vertragsverhandlungen ist ein größerer finanzieller Spielraum vorhanden. Nach den Vertragsverlängerungen von Trainer Hansi Flick ("Es gab niemanden im Klub, der da eine andere Meinung hatte"), Thomas Müller und anderen ist Hoeneß auch bei Manuel Neuer zuversichtlich.

Die Personalie Leroy Sané, über die weiterhin spekuliert wird, will Hoeneß nicht kommentieren. Ganz allgemein gelte ganz unabhängig von der Coronakrise aber: "Wenn das klappen sollte, dann sind die Preise sicherlich andere als noch vor einem Jahr, weil er da ja noch zwei Jahre Vertrag und noch keinen Kreuzbandriss hatte."

"Fehlende Zuschauereinnahmen sind verkraftbar"

In der aktuellen Krise sieht Hoeneß seinen Klub gut aufgestellt. Was die Liga betrifft, ist er skeptischer: "Es kommt sehr darauf an, wie jetzt das letzte Quartal der Saison abläuft. Wenn gespielt wird, kommt wenigstens das Fernsehgeld. Und das ist für viele Vereine die Voraussetzung, dass sie wirtschaftlich eine Zukunft haben."

Dass die Saison ab 15. Mai fortgesetzt wird, sei ein "Befreiungsschlag" für den Fußball. Denn wenn das TV-Geld fließt, dürften auch die zugesagten Sponsorengelder weiter fließen. "Bleiben die fehlenden Zuschauereinnahmen, aber das ist verkraftbar", glaubt Hoeneß.

Und sportlich? Auch da sieht der Ex-Manager seinen FCB in der Spur: "Ich höre, dass die Mannschaft sehr konzentriert arbeitet. Ich glaube, dass sie gut gerüstet in die kommenden Spiele gehen wird."

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Von
  • Christoph Nahr
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