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Nur ein Corona-Aussetzer: Bundesliga-Neustart geglückt | BR24

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Ungewohntes Bild in der Augsburger Arena

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Nur ein Corona-Aussetzer: Bundesliga-Neustart geglückt

Die Bundesliga ist zurück - jedoch ganz anders als gewohnt. Die Spieler jubelten auf Abstand, nur ein Team beachtete nicht zu einhundert Prozent die Maßgaben. Und auch die Fans hielten sich an die Appelle und blieben den Stadien fern.

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Im Umfeld der Partie zwischen dem FC Augsburg und dem VfL Wolfsburg (1:2) kam es zu keinen Ansammlungen von Fans vor der Arena. "Vor dem Stadion ist nichts los", sagte eine Sprecherin der Polizei am Samstag kurz vor dem Spiel. Und dabei sollte es auch bleiben. Wegen der Corona-Pandemie war das Gelände rund um das Stadion weiträumig abgesperrt worden.

Auch rund um die anderen Stadien blieb es ruhig. Der höchst umstrittene Neustart glückte zumindest in den ersten Geisterpartien der beiden Bundesligen ohne befürchtete, größere Zwischenfälle.

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André Siems berichtete als Hörfunkreporter von der Partie des FC Augsburg gegen den VfL Wolfsburg. Auch für den erfahrenen Radiomann war es eine ungewöhnliche Partie mit "Testspielcharakter" für Spieler wie Journalisten.

"Regelkonformer" Torjubel

Angesichts desinfizierter Bälle und laut zu hörender Zwischenrufe wie auf Amateurplätzen ist eine Normalität noch weit entfernt. Aber immerhin: Auf fast allen Plätzen hielten sich die Spieler an die Maßgabe aus dem 36-seitigen "Covid-19 Organisations-Rundschreiben Sonderspielbetrieb": "Gemeinsames Jubeln, Abklatschen und Umarmungen sind zu unterlassen".

Erling Haaland von Borussia Dortmund etwa bejubelte den ersten Treffer des Spieltags nach mehr als zweimonatiger Zwangspause in der Corona-Krise wie vorgeschrieben: Bloß keine Umarmung, kein überschwänglicher Körperkontakt - stattdessen wog Haaland seinen Oberkörper in deutlicher Entfernung zu seinen Teamkollegen hin und her.

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Distanzierter Torjubel: Erling Haaland und Julian Brandt

Nur Hertha-Profis scheren aus

Nur die Profis von Hertha BSC sorgten erneut für Aufsehen. Mehrfach kamen sich die Berliner bei der Feier des 3:0 bei 1899 Hoffenheim recht nahe, Matheus Cunha klopfte Vedad Ibisevic auf den Kopf und nahm den Kapitän von hinten in den Arm. Ihr inzwischen suspendierter Teamkollege Salomon Kalou hatte mit seinem Kabinenvideo inklusive zahlreicher Handshakes den Kritikern des DFL-Konzepts reichlich Argumente geliefert.

Den Profis von Hertha BSC droht trotz ihres gemeinsamen Torjubels aber keine Strafe. "Der Torjubel von Spielern ist nicht Bestandteil des medizinisch-organisatorischen Konzepts der "Task Force Sportmedizin / Sonderspielbetrieb", das am Donnerstag als Anhang in die DFL-Spielordnung aufgenommen wurde", teilte ein DFL-Sprecher mit. "Zum Thema Torjubel wurden in Ergänzung zum Konzept lediglich Hinweise zur Orientierung gegeben – Sanktionen erübrigen sich daher."

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