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Vor der EM hat die deutsche Fußballnationalmannschaft ihr Quartier im fränkischen Herzogenaurach bezogen. "Die Mannschaft" lebt dort gut und versteckt vor den neugierigen Blicken der Fans.

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Herzogenaurach heißt DFB-Team willkommen

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bezieht am Dienstagabend ihr EM-Quartier, den sogenannten "Home Ground" in Herzogenaurach. Auch wenn es keine öffentlichen Auftritte geben wird, möchte sich die Stadt als guter Gastgeber präsentieren.

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Von
  • Florian Deglmann

Am Montagabend hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihren letzten Test gegen Lettland mit Bravour gemeistert und 7:1 gewonnen. Eine gute Ausgangslage für die Europameisterschaft. Einen Tag später bezieht das Team von Bundestrainer Joachim Löw nun sein EM-Quartier in Herzogenaurach. Die Stadt hatte sich bereits auf den hohen Besuch gefreut, doch die Corona-Pandemie überschattet diese Freude ein wenig.

Corona-Pandemie: Nationalmannschaft schottet sich ab

"Natürlich hätten wir uns etwas anderes gewünscht", sagt Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker (SPD) im BR-Interview. "Wir können die Situation nicht schön reden." Gerne hätten die Verantwortlichen den ein oder anderen öffentlichen Termin mit den Nationalspielern organisiert. Doch die deutschen Spieler werden während ihres Aufenthalts auf dem Adidas-Areal vollkommen abgeschottet trainieren und leben. Aufgrund der Pandemie-Lage hätten die Verantwortlichen viele Pläne bereits frühzeitig wieder verworfen. "Es war uns frühzeitig klar, dass das wohl nicht so funktionieren wird, wie wir es uns gewünscht hätten", so Hacker.

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Der "Dorfplatz" im EM-Quartier der deutschen Nationalmannschaft.

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Der Dorfplatz im "Home Ground"-

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Gesundheitsbereich im "Home Ground".

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Das EM-Quartier von oben.

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Die Wohnquartiere der Nationalmannschaft befinden sich einem einem bewaldeten Gebiet.

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Wohnquartier zwischen Bäumen.

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Erholung und Unterhaltung soll im EM-Quartier nicht zu kurz kommen.

Herzogenaurach will trotzdem guter Gastgeber sein

Auch wenn es coronabedingt keine öffentlichen Auftritte von Neuer, Hummels und Co. geben wird, wolle sich die Stadt als guter Gastgeber präsentieren. "Wir leben dennoch unsere Gastfreundschaft. Für das ganze DFB-Team und die anwesenden Journalisten gibt es zum Beispiel Willkommenspakete." Darin enthalten sind unter anderem ein Bildband über die Stadt Herzogenaurach und eine Backmischung für fränkisches Brot und Salz. Ganz traditionell, wie man eben neue Nachbarn begrüßt. Denn das ist auch das Motto: "Herzogenaurach freut sich über seine neuen Nachbarn."

Diesen Spruch kann man auch auf großen Plakaten lesen, die über die ganze Stadt verteilt aufgehängt sind. Darauf zu sehen sind verschiedene Gruppen, beispielsweise Mitglieder der Feuerwehr, die Cheerleader des ansässigen Football-Teams, ein Chor oder auch die Beschäftigten des Bauhofs. "Damit wollen wir die gesamte Bürgerschaft abbilden und gemeinsam die Nationalmannschaft willkommen heißen", sagt Bürgermeister German Hacker.

"Home Ground" das zweite "Campo Bahia"?

Von dem EM-Quartier der deutschen Mannschaft, dem sogenannten "Home Ground" schwärmt der Bürgermeister regelrecht. "Ein ganz tolles Areal! Bewaldet, Holzbau, wunderschön. Ein Ort, wo eine tolle Stimmung entstehen kann." Die Nationalmannschaft könne sich freuen, so ein Areal beziehen zu dürfen. Hacker selbst war nie im Campo Bahia in Brasilien gewesen, wo die Nationalmannschaft beim WM-Triumph 2014 untergebracht war. Der "Home Ground" könne damit aber auf jeden Fall mithalten. Nun hoffe er, dass das 7:1 gegen Lettland ein gutes Omen für die anstehende Europameisterschaft ist. "Mit diesem Ergebnis haben wir ja auch in Brasilien einen großen Erfolg gefeiert."

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