BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Herrmann kann sich ab Herbst Zuschauer beim Fußball vorstellen | BR24

© BR24 Sport

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kann sich vorstellen, dass es im Herbst wieder Fußballspiele mit Publikumsbeteiligung gibt. Das sagte er am Morgen im Bayerischen Rundfunk.

15
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Herrmann kann sich ab Herbst Zuschauer beim Fußball vorstellen

Zunächst soll es im Fußball mit Geisterspielen weitergehen, dann könnten Schritt für Schritt weitere Lockerungen folgen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kann sich vorstellen, dass es im Herbst wieder Spiele mit Stadionpublikum gibt.

15
Per Mail sharen

Der deutsche Profi-Fußball sehnt sich zurück in den Spielbetrieb. In den nächsten Tagen könnten dafür die Weichen gestellt werden. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hatte empfohlen, "in Abhängigkeit von der möglichen räumlichen Distanz und den Kontaktintensitäten der Beteiligten" sportliche Veranstaltungen "nach und nach" wieder zu ermöglichen. Auch der bayerische Innenminister Herrmann (CSU) kündigte jetzt an, dass man in den nächsten Wochen darüber reden müsse, wieder sogenannte Geisterspiele abzuhalten, damit die Partien wenigstens live im Fernsehen übertragen werden könnten. Je nach Gesundheits- und Infektionssituation sei aber vorstellbar, dass im Herbst wieder Zuschauer in die Stadien kommen könnten.

Entscheidungen über Lockerungen evtl. am Mittwoch

Zu möglichen Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen wollte sich Herrmann im BR-Interview nicht äußern. Er verwies auf die Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, die morgen stattfindet sowie auf die Sitzung des bayerischen Ministerrates am Donnerstag. Da gebe es klare Entscheidungen.

"Die Liga hat ihre Ideen, damit es Ende April wieder losgehen könnte. Die Bundesliga wird vielleicht absehbar wieder spielen. Aber eines ist klar: ohne Zuschauer!" Armin Laschet (NRW-Ministerpräsident)

Ziel ist eine gemeinsame Linie

Zu einem weiteren bayerischen Sonderweg erklärte Herrmann: Das Ziel der Konferenz der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin sei es, zu einer gemeinsamen Linie zu kommen. Aber man dürfe auch nicht vergessen, dass Bayern sehr hohe Infektionszahlen habe. Bedingt durch die vielen Menschen, die das Virus aus den Skigebieten in Tirol und Südtirol mit nach Bayern gebracht hätten. Da müsse niemand über den Förderalismus schimpfen, sagte Herrmann und führte sinngemäß aus: Wenn es keine gemeinsame Linie gebe, dann, weil die einzelnen Länder unterschiedlich betroffen seien.

Beratung über Hilfspaket für Vereine

Am kommenden Dienstag, den 21. April werde sich das bayerische Kabinett außerdem mit einem Hilfspaket für die Sportvereine befassen. Die bayerischen Sportvereine hatten nämlich Einbußen in Höhe von 200 Millionen Euro beklagt. "Ich will mich dafür einsetzen, dass unsere Vereine nicht pleitegehen", so Herrmann.