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FCB-Präsident Hainer: "Es gibt kein Angebot für Alaba mehr" | BR24

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Die Verhandlungen ziehen sich seit Monaten hin, nun scheint das Tischtuch zwischen dem FC Bayern und David Alaba endgültig zerschnitten. Bei Blickpunkt Sport gab Herbert Hainer bekannt, dass der Rekordmeister sein Angebot zurückziehen möchte.

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FCB-Präsident Hainer: "Es gibt kein Angebot für Alaba mehr"

Die Verhandlungen ziehen sich seit Monaten hin, nun scheint das Tischtuch zwischen dem FC Bayern und David Alaba endgültig zerschnitten. Bei Blickpunkt Sport gab Herbert Hainer bekannt, dass der Rekordmeister sein Angebot zurückziehen möchte.

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  • BR24 Sport

Alabas Vertrag in München läuft im kommenden Sommer aus, er könnte den Verein im Anschluss ablösefrei verlassen, nun deutet sich ein Abschied des Publikumslieblings zum Saisonende an. Zuletzt gab es viele Diskussionen um die Vertragsverlängerung des 28-Jährigen Abwehrstars, Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte Alabas Berater beizeiten einen „geldgierigen Piranha“ genannt. Nun habe es laut Hainer "übers Wochenende eine neue Entwicklung ergeben. "Wir haben David und seinem Berater schon vor längerer Zeit ein - gerade in dieser Zeit - sehr gutes Angebot gemacht", erklärte der Präsident. Nach monatelangen Verhandlungen habe man bis Ende Oktober eine Entscheidung verlangt - vergeblich.

"Für so eine wichtige Personalie brauchen wir Planungssicherheit, das sind wir dem Verein und den Fans schuldig." Herbert Hainer

Sportdirektor Hasan Salihamidzic habe am Samstag (31. Oktober) sogar noch einmal aktiv beim Berater nachgehakt. "Die Antwort war, dass das Angebot immer noch unbefriedigend ist und wir weiter nachdenken sollen. Jetzt haben wir entschieden, das Angebot komplett vom Tisch zu nehmen. Das heißt: Es gibt kein Angebot mehr", lauteten die klaren Worte des Präsidenten.

Schaden von rund 100 Millionen Euro

Dennoch schätze der FC Bayern das 28-jährige FCB-Eigengewächs: "David ist ein liebeswerter Kerl, ein Publikumsliebling. Und deswegen würden wir es auch sehr bedauern, wenn wir am Ende der Saison getrennte Wege gehen müssten", betonte Hainer. Dennoch: Gerade in Anbetracht der weltweiten Corona-Pandemie stehe der Rekordmeister vor nie dagewesenen Herausforderungen und es sei "in unserer Verantwortung, den FC Bayern sportlich und wirtschaftlich durch diese schwierige Phase zu führen". Sollte sich die Situation nicht merklich entspannen und bis Ende der Saison keine Zuschauer erlaubt sein, würden den Bayern circa 100 Millionen Euro fehlen.

"Das Wohl des FC Bayern München muss immer über dem Wohl der handelnden Personen stehen. Herbert Hainer", Präsident FC Bayern.

Lobende Worte fand der Präsident für die vier Neuzugänge des Rekordmeisters. Mit Eric Maxim Choupo-Moting, Bouna Sarr, Douglas Costa und Marc Roca sei der Rekordmeister "auf allen Positionen mindestens doppelt auf höchstem Niveau besetzt" und damit gut gerüstet für die kommende Saison, so Hainer.

Fokus auf Jugendarbeit

Die Corona-Krise zwingt also auch den FC Bayern zu drastischen Maßnahmen. Am meisten stört den Präsidenten Herbert Hainer, dass die Spiele ohne Zuschauer stattfinden. "Magische Momente" wie das 8:2 gegen Barcelona seien ohne Zuschauer "nicht dasselbe", außerdem macht sich Hainer "Sorgen um die Fankultur".

Dennoch ist in der Kaderplanung schon länger ein Umdenken im Gange. "Wir haben es uns beim FC Bayern zum Ziel gemacht, den Nachwuchs zu fördern und in die Mannschaft zu integrieren", so Hainer. David Alaba dürfte dabei als gutes Beispiel dienen, ist der österreichische Nationalspieler doch eines dieser "Eigengewächse". Auch der Bau des neuen Campus vor drei Jahren setzte den Wegweiser klar in Richtung Nachwuchs. Und die Arbeit trägt Früchte: Vier junge Nachwuchstalente trainierten im letzten Jahr dauerhaft bei den Profis mit - darunter auch das 19-jährige Sturm-Talent Joshua Zirkzee, der seit Dezember 2019 zu regelmäßigen Einsätzen für die erste Mannschaft kommt.

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