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Spielszene FC Bayern
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Spielszene FC Bayern

In der Welt des FC Bayern ist jetzt wieder alles in Ordnung. Das könnte zumindest denken, wer nach dem großen Rundumschlag der Vereinsführung und dem Ende der Sieglosserie am Samstag (20.10.2018) dem Münchner Spieler Joshua Kimmich zugehört hat.

Kimmich lobt FC-Bayern-Bosse

Die Bayern-Bosse wollten mit ihrer Medienschelte nur den Druck von der Mannschaft nehmen. Die Spieler wiederum dankten ihnen das mit einem 3:1 (1:0) beim VfL Wolfsburg. Schon am Dienstagabend (18.55 Uhr/B5 aktuell berichtet live und in voller Länge) können sie in der Champions League bei AEK Athen eine neue Siegesserie starten. So oder so ähnlich liest sich das gut aus Sicht des deutschen Fußball-Meisters. Und so ungefähr versuchte das auch Kimmich darzustellen. "Das ist ein super Zeichen, dass der Verein sich so vor seine Spieler stellt und seine Spieler so schützt", sagte der Nationalspieler.

"Für unser Gefühl war es wichtig, zu sagen: Wir halten zusammen und schützen uns gegenseitig." Joshua Kimmich

Die Sache ist nur: Ganz so einfach lässt sich die Situation des FC Bayern auch nach dem vorläufigen Ende seiner sportlichen Krise nicht beschreiben. Das zeigt sich allein daran, dass außer Kimmich niemand einen Zusammenhang herstellen wollte zwischen dem ersten Erfolg nach vier sieglosen Spielen und dem denkwürdigen Auftritt von Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic am Tag zuvor.

"Da sag' ich nix zu", sagte Mats Hummels kurz und knapp. Und Trainer Niko Kovac tat sogar so, als würde ihn das Ganze überhaupt nichts angehen. "Ich bin für den Sport zuständig. Für den Fußball und für die Mannschaft", sagte der 47-Jährige.

"Ich werde Ihnen gerne etwas über Taktik erzählen oder über dieses Spiel. Aber mehr nicht." Niko Kovac

Kovac konzentriert sich auf das Wesentliche

Kovac stand nach dem Einbruch der vergangenen Wochen besonders im Blickpunkt. Befeuert durch einige Indiskretionen aus der eigenen Kabine wurde seine Eignung als Bayern-Trainer bereits öffentlich diskutiert. An diesem Wochenende bekam er seine Mannschaft wieder in die Spur. Das 3:1 in Wolfsburg durch Tore von Robert Lewandowski (30./48.) und James Rodriguez (72.) war ein souveräner Auftritt, zumal dieses Spiel nach der Gelb-Roten Karte für Arjen Robben (57.) und dem 1:2 von Wout Weghorst (63.) noch einmal hätte kippen können.

Zu den Kernelementen von Kovacs Arbeit gehört seit jeher, die Konzentration auf das Wesentliche einzufordern und Nebengeräusche konsequent zu unterbinden. Dass seine Vorgesetzten einen Tag vor dem wichtigen Wolfsburg-Spiel einen Auftritt von solcher Wucht hinlegen, läuft allen Prinzipien dieses Trainers zuwider. "Ich kann ja nur für mich sprechen. Ich kann nicht beeinflussen, was alle anderen in der Welt sagen", sagte Kovac. Ob in der Welt des FC Bayern tatsächlich wieder alles in Ordnung ist, werden also erst die nächsten Wochen zeigen.

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Blickpunkt Sport vom 21.10.2018 - 21:45 Uhr