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Hansi Flicks Personal-Puzzle vor dem Bielefeld-Spiel | BR24

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Hansi Flick

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Hansi Flicks Personal-Puzzle vor dem Bielefeld-Spiel

FC-Bayern-Trainer Hansi Flick lässt sich vor dem Bundesligaspiel bei Arminia Bielefeld in Sachen Personal nicht in die Karten schauen. Nach der Länderspielpause trainiert sein Team in drei Gruppen, nur wer bei "100 Prozent" ist, darf auflaufen.

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Kurz vor dem Ende der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bielefeld (Samstag, 18.30 Uhr in Bielefeld, Live-Einblendungen bei Heute im Stadion), musste Hansi Flick erst einmal herzhaft lachen. Es kam tatsächlich die Frage, ob er sich in Doppelfunktion vorstellen könnte, neben dem FC Bayern auch noch die deutsche Nationalmannschaft zu trainieren.

Flick musste nicht nur lachen, weil eine solche Doppelfunktion "mal so nebenher" ohnehin nicht realistisch ist. Sondern auch, weil er nun mal ein Trainer ist, der vor allem im Hier und Jetzt lebt und selten weiter als bis zum nächsten Match plant.

Wie sehr setzt Flick auf Rotation?

"Ich denke an das Spiel gegen Bielefeld", unterstrich er. In Sachen Aufstellung ließt er sich - erwartungsgemäß - weder mit Blick auf die Arminia noch hinsichtlich des weiteren Saisonverlaufs in die Karten schauen. In der vergangenen Saison setzte Flick stark auf eine Stammformation. Ob er in der aktuellen Spielzeit angesichts des engen Terminplans stärker auf Rotation setzt, ließ er offen.

Erfolgreich spielen "geht nur mit 100 Prozent"

Der Trainer will von Spiel zu Spiel entscheiden, in der Belastungssteuerung sieht er den Schlüssel zu einer erfolgreichen Saison. "Wir müssen es von Spiel zu Spiel bewerten und schauen, wie die Fitness der einzelnen Spieler ist", erklärte Flick: "Da müssen wir alle zusammenarbeiten, Trainerstab, Staff und Spieler. Wir wollen unseren Fußball spielen und unsere Idee weiter umsetzen. Das geht nur mit 100 Prozent. Wenn ein Spieler keine 100 Prozent geben kann, muss ein anderer spielen."

Drei Trainingsgruppen

Wie schwierig das Personal-Puzzle für Flick ist, zeigt sich an den aktuellen Trainingsbedingungen nach der Länderspielpause. Derzeit lässt Flick seine Spiele in drei Gruppen trainieren.

Seine Nationalspieler aus Frankreich, Polen und Österreich hatte Flick bis zur Pressekonferenz noch gar nicht gesehen. Die deutschen Nationalspieler, die seit Mittwoch wieder in München sind, bilden eine zweite Gruppe. Gruppe drei sind die Spieler, die die gesamte Zeit in München geblieben waren.

Flick erwartet "ein sehr spannendes Spiel"

"Wir müssen heute schauen, wie der Zustand der kompletten Mannschaft ist. Es ist ein taffes Programm", sagte Flick durchaus nachdenklich. Was ihn aber positiv stimmt: Die Neuzugänge um Eric Maxim Choupo-Moting haben sich im DFB-Pokal gut präsentiert, auch für Nachwuchsspieler wie Jamal Musiala und Angelo Stiller gab's Lob vom Chefcoach ("Man hat gestern auch gesehen, dass auch unsere Nachwuchsspieler Optionen bieten").

Flick kann personell - nur Tanguy Nianzou fehlt nach Verletzung noch - aus dem Vollen schöpfen. Unterschätzen wird er Aufsteiger Bielefeld - egal mit welchem Personal - ohnehin nicht: "Bielefeld hat unter Uwe Neuhaus als Trainer ein sehr strukturierten Aufbau und einige gute Spieler in ihren Reihen. Ich erwarte ein sehr spannendes Spiel."

Keine Zuschauer in Bielefeld

Beim Spiel in Bielefeld sind keine Zuschauer zugelassen. Darüber informierte die Stadt den Klub am Freitagabend. Zuvor hatte die Arminia zumindest auf 300 Fans gehofft. Der aktuelle Inzidenzwert liegt bei mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Ursprünglich hatte die Arminia sogar mit 5.460 Fans geplant.

© BR

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