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Der FC Bayern kann sich gegen Borussia Mönchengladbach vorzeitig die 31. Meisterschaft sicher. Trainer Hansi Flick will seinen Abschieds-Titel als Bayern-Coach mit begeisterndem Fußball feiern.

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Hansi Flick: Meisterschaft mit Bayern, dann doch nicht zum DFB?

Der FC Bayern München kann sich gegen Mönchengladbach im drittletzten Saisonspiel zum Meister küren. Für Spekulationen sorgte Flick vor dem Spiel mit einem Nebensatz zu seiner Zukunft: Reizt ihn der Bundestrainerposten möglicherweise gar nicht?

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Von
  • Bernd R. Eberwein

Das Wichtigste stellte Hansi Flick gleich am Anfang der Pressekonferenz zum Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 18.30 Uhr, Liveeinblendungen in Heute im Stadion auf Bayern 1) klar: "Es interessiert mich überhaupt nicht, nullkommanull."

Was er damit meinte: Borussia Dortmund und Verfolger RB Leipzig duellieren sich am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga schon drei Stunden vorher, um 15.30 Uhr. Verliert Leipzig, könnten die Bayern also schon vor dem eigenen Anstoß vorzeitig Deutscher Meister sein.

Flick schaut nicht auf Dortmund-Leipzig

Doch Flick bleibt seiner Linie auch vor seinem drittletzten Match als Bayerntrainer treu. "Mein Fokus ist bei unserem Spiel", sagte er. Gerade gegen Mönchengladbach gab's zuletzt immer wieder haarige Spiele und unnötige Niederlagen - Flicks Herangehen also verständlich.

In der Hinrunde verloren die Münchner nach 2:0-Führung noch 2:3. Schon damals waren die Abwehrdefizite der Münchner, die sich durch die gesamte Saison zogen, deutlich.

Mönchengladbach hat "enorm viel Qualität"

"Die Aufgabe ist jetzt, Dinge besser zu machen, die wir im Hinspiel nicht so gut gemacht haben", fasst Flick ganz pragmatisch zusammen. Er ist sicher, dass es ähnlich eng wie im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison zugehen wird, denn Gladbach ist "eine Mannschaft, die spielerisch gut ist, eine Mannschaft, die enorm viel Qualität hat, die uns alles abverlangt."

Wäre Mönchengladbach also ein würdiger Gegner, um die Meisterschaft selbst klarzumachen, falls Leipzig in Dortmund gewinnt? "Das würde ich so unterschreiben", so Flick.

Keine Schützenhilfe für Lewandowski

Bis auf Eric Maxim Choupo-Moting (Rückenprobleme) und den Langzeitverletzten Corentin Tolisso ("der sehr gute Fortschritte macht, er will bei der Euro dabei") kann Flick personell auf sein Topteam setzen.

Im Sturm wird Robert Lewandowski auflaufen, dem in den letzten drei Spielen noch vier Treffer zu Gerd Müllers 40er-Rekord fehlen. Dass ihm die Mitspieler deshalb zusätzliche Chancen bescheren wollen, will Flick aber nicht. "Auch er weiß genau, wie wir ticken. Wir wollen erstmal gewinnen, dann alles andere. Wenn wir gut Fußball spielen, dann profitiert er am meisten davon", sagte Flick.

Flick doch nicht zum DFB?

Zu seiner eigenen Zukunft und zu seinem Nachfolger Julian Nagelsmann (Flick habe ihm gratuliert, Nagelsmann werde "viel Spaß mit dieser Mannschaft haben") wollte sich der Noch-Bayerntrainer nicht umfassend äußern.

Aufhorchen ließ allerdings eine Aussage in einem Nebensatz. Angesprochen auf ein mögliches Engagement als deutscher Fußball-Bundestrainer sagte Flick: "Es gab schon Gespräche mit Oli (Bierhoff, DFB-Sportdirektor, Anm.d.Red.), aber es gab auch durchaus andere Gespräche."

Zwar räumte er ein: "Bundestrainer ist etwas Besonderes. Ich weiß, was mich da erwarten wird." In seinen Worten schwang aber auch die Idee mit, vielleicht einmal etwas ganz Neues auszuprobieren. Spätestens seit den sechs Titeln in der vergangenen Saison ist Flick natürlich auch ein Kandidat für jeden europäischen Topklub.

Es scheint also möglich, dass es Flick gar nicht zum DFB zurückzieht, sondern dass er bei einem anderen Klub einsteigt: "Wie die Zukunft aussieht - da ist noch nichts entschieden."