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Hansi Flick: "Manchmal läuft es nicht so optimal" | BR24

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Lob für Lyon und Matchwinner Serge Gnabry und ein durchaus kritischer Blick auf die eigene Mannschaft: FC-Bayern-Trainer Hansi Flick und seine Analyse nach dem 3:0-Sieg im Champions-League-Halbfinale gegen Olympique Lyon.

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Hansi Flick: "Manchmal läuft es nicht so optimal"

Die Freude über den Einzug ins Champions-League-Finale überwiegt. Aber Bayern-Trainer Hansi Flick stuft das 3:0 gegen Olympique Lyon realistisch ein: Die Abwehr wackelte phasenweise bedenklich, die Bayern hatten auch Glück - und Matchwinner Gnabry.

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"Wir sind alle happy, wir sind im Finale", sagte Hansi Flick nach dem 3:0-Sieg gegen Olympique Lyon. Klar, dass an einem solchen Abend und einem vermeintlich deutlichen Ergebnis die Freude überwiegt.

Doch was Hansi Flick im Estádio José Alvalade in Lissabon über 90 Minuten sah, konnte ihn nicht ganz zufrieden zurücklassen. Und das wollte der Coach auch nicht verbergen. Vor allem die Anfangsphase mit zwei hochkarätigen Lyon-Chancen "haben wir mit Glück überstanden", räumte er ein. Vorwürfe wollte er seiner Mannschaft, die in der Abwehr alles andere als sattelfest war, aber nicht machen: "Manchmal läuft es nicht so optimal."

"Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird. Lyon hat in den Spielen zuvor gute Leistungen gezeigt. Wie schwer es ist gegen eine so laufstarke Mannschaft, die defensiv taktisch hervorragend spielt und dir offensiv immer wieder weh tun kann, haben wir gerade in der ersten Phase des Spiels gesehen." Hansi Flick nach dem Spiel

Baut Flick gegen Paris die Abwehr um?

Offenbar macht sich Flick tatsächlich Gedanken, sein Team im Spiel gegen Paris umzustellen: "Wir wissen, dass Paris schnelle Stürmer hat, wir müssen schauen, ob wir die Defensive ein bisschen anders organisieren. Wir wissen, dass wir oftmals hohes Risiko gehen."

Das 1:0 - die spielentscheidende Szene

Der Knackpunkt im Spiel, das die Bayern auf die Siegstraße brachte, da waren sich alle einig, war das 1:0 durch Serge Gnabry nach 18 Spielminuten. "Ich bin froh, dass der so rein ging", sagte Flick: "Das hat uns auch ein bisschen mehr Sicherheit gegeben." In der Tat spielten seine Bayern erst danach - zumindest bis zur Halbzeit - einigermaßen souverän auf.

"Wir haben in der ersten Phase schlecht verteidigt. Wir müssen die leichtfertigen Ballverluste abstellen", analysierte Flick die Phase bis zum Führungstreffer.

Doppeltorschütze Gnabry "Man of the Match"

Man weiß nicht, ob die Bayern auch ohne Gnabrys furiose Einzelleistung - in Arjen-Robben-Manier ließ er fünf Gegnern keine Chance und traf aus rund 15 Metern in den Winkel - so leicht ins Spiel gefunden hätten. Gnabry, der auch noch das 2:0 nachlegte, wurde zum "Man of the Match" gewählt.

Auch bei den Spielern überwog die Erleichterung über den Finaleinzug, egal wie der zustande gekommen war. Große Analysen wollte keiner machen, der kämpferische Blick ging gleich wieder nach vorne: "Wir werden am Sonntag alles geben, um den Titel zu holen", sagte der gefeierte Gnabry.

Finale am Sonntag in Lissabon gegen Paris

Das Finale am Sonntagabend (Anstoß 21.00 Uhr) findet im Estádio da Luz in Lissabon statt. Gegner ist Frankreichs Meister Paris St. Germain. Das von Thomas Tuchel betreute Team gewann sein Halbfinale bereits am Dienstagabend 3:0 gegen RB Leipzig.

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