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Nach dem Viertelfinal-Aus in der Königsklasse ist der FC Bayern wieder zurück in München. Die Enttäuschung beim enttrohnten Titelverteidiger ist groß. Besonders bei Trainer Hansi Flick, über dessen Zukunft jetzt viel spekuliert wird.

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Hansi Flick: Kein Bekenntnis, viel Interpretationsspielraum

Bayern-Trainer Hansi Flick wollte das Viertelfinal-Aus in Paris "erstmal verdauen". Doch noch in der Nacht wurde schon wieder über seine Zukunft spekuliert. Er selbst hatte die Vorlage dafür geliefert.

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Was bleibt, ist die Meisterschaft. Nach dem Aus im DFB-Pokal und nun in der Champions League wird der FC Bayern in dieser Saison wohl nur einen großen Titel holen. Den Gewinn der neunten Meisterschaft in Folge nennt Flick "das Minimalziel". Der 1:0-Sieg bei Paris St. Germain reichte nicht, um das 2:3 aus dem Hinspiel noch zu drehen. Ein Sieg, der sich wie eine Niederlage anfühlte.

Gründe für das Aus: Verletzungspech und Chancenverwertung

Bosse, Spieler und auch der Trainerstab um den ausgebremsten Titelsammler Hansi Flick verließen den Pariser Prinzenpark arg frustriert. "Direkt nach dem Spiel muss ich erstmal das Ausscheiden verdauen, das steht einem auch zu", sagte der mit Zukunftsfragen konfrontierte Flick fast flehend vor der Fahrt ins Teamhotel.

Die Gründe für das Aus? Die sah nicht nur Flick in den vielen vergebenen Großchancen im Hinspiel (2:3), dazu machte er auch das Verletzungspech mit verantwortlich: "Gerade in der wichtigsten Phase der Saison, nämlich April, Mai, haben wir Lewandowski, Gnabry, Goretzka, Süle nicht zur Verfügung", so Flick, "Spieler, die uns weitergeholfen hätten."

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Nach dem Champions-League-Aus in Paris sinniert Bayern-Trainer Hansi Flick über seine Zukunft. Wichtig sei ihm die Unterstützung der Familie, egal wie er sich entscheide.

Flick-Monolog: Schon eine Art "Abschiedsrede"?

Aber: "Das Leben geht weiter", sagte Flick, der stets betont, nicht lange zurückzuschauen. Und vor allem gehen die Debatten um ihn weiter, um sein Spannungsverhältnis zu Sportvorstand Hasan Salihamidzic und seine womöglich schon im Sommer vorzeitig endende Bayern-Zeit. Und das in nun nochmals verschärfter Form. Das verdeutlichte ein fast fünf Minuten dauernder Flick-Monolog bei Sky, dem etliche Nachfragen in der anschließenden Pressekonferenz folgten.

Flick deutete manches an, sprach sogar über mögliche Vorteile des Bundestrainer-Postens, der einen anderen Lebensrhythmus ermöglicht. Aber als Abschiedsrede hielt er das für fehlinterpretiert: "Das steht einem auch zu, dass man nicht 30 Minuten nach dem Spiel seine ganzen Gedanken bei sich hat und über die Zukunft sprechen will."

"Ich muss die Dinge mit meiner Familie besprechen"

Ein Bekenntnis zum FC Bayern wollte Flick auch an diesem Abend nicht geben: "Ich muss die Dinge mit meiner Familie besprechen". Egal, wie seine Entscheidung ausfalle: "Die Familie hat mich in der Vergangenheit immer unterstützt und wird das auch in der Zukunft tun." Das sei ein gutes Gefühl. "Ob ich jetzt vielleicht beim DFB bin und einen anderen Rhythmus hätte, wäre ihnen völlig egal."

Einen Gesprächstermin mit dem designierten Vorstandschef Oliver Kahn zum Thema Zukunft bestätigte er nicht: "Ich habe bis jetzt noch keinen Termin. Wenn Oliver mit mir sprechen möchte, wird er mir das rechtzeitig sagen, ich habe Zeit. Wenn er Lust hat, mit mir zu quatschen, kann er das gerne tun."

Klar ist vorläufig nur eines: Flick, dessen Vertrag in München noch zwei Jahre läuft, will weiter als Trainer arbeiten, ob bei Bayern oder als heiß gehandelter Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw. "Ich hänge an dem Trainer-Job, und deswegen kann ich mir auch nichts anderes vorstellen als diesen Beruf", sagte der Mann, der in dieser Saison nach dem frühen Pokal-Aus und dem viel schmerzlicheren Champions-League-K.o. nur noch ein Single-Titel-Trainer werden kann.

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