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Handball: Coburg besiegt im Franken-Krimi Erlangen mit 27:26 | BR24

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Dem HSC 2000 Coburg gelingt am 19. Spieltag der Handball-Bundesliga die große Überraschung: Im Frankenderby besiegt das Team von Trainer Alois Mráz den HC Erlangen knapp mit 27:26. Damit geben die Coburger zumindest vorübergehend die Rote Laterne ab.

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Handball: Coburg besiegt im Franken-Krimi Erlangen mit 27:26

Dem HSC 2000 Coburg gelingt am 19. Spieltag der Handball-Bundesliga die große Überraschung: Im Frankenderby besiegt das Team von Trainer Alois Mráz den HC Erlangen knapp mit 27:26. Damit geben die Coburger zumindest vorübergehend die Rote Laterne ab.

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Der HC Erlangen hatte sich fest vorgenommen, in Coburg an seine zuletzt starke Leistung aus dem Spiel gegen die Füchse Berlin (30:27-Sieg) anzuknüpfen und sich die nächsten beiden Punkte zu sichern. Das gelang dem Team von Coach Michael Haaß auch im ersten Spielabschnitt: Die Gäste aus Mittelfranken gingen mit einer 18:15-Führung in die Halbzeitpause. Es roch stark nach einem ungefährdeten Auswärtssieg für Erlangen.

Erlangen bricht in der zweiten Hälfte ein

Aber den Hausherren unter der Leitung von Alois Mráz gelang im zweiten Durchgang die Wende, weil der HC zunehmend das Spiel aus der Hand gab. Zum einen schwächelte die Mannschaft in der Abwehr, zum anderen kam sie nicht durch Coburgs Abwehrreihe.

"Die Niederlage nervt schon gewaltig. Dass wir in der zweiten Halbzeit nur acht Tore schaffen, ist natürlich zu wenig für uns! Wir haben keine Antwort gefunden auf die starke Coburger Deckung in der zweiten Halbzeit." Erlangen-Coach Michael Haaß

So durften am Ende die Oberfranken in der heimischen Arena einen 27:26-Erfolg bejubeln. Die erfolgreichsten Torschützen bei Coburg waren der serbische Nationalspieler Milos Grozdanic und der Schwede Tobias Varvne mit je sieben Treffen. Bei Erlangen erzielten der Schwede Simon Jeppsson und Antonio Metzner ebenfalls jeweils sieben Tore.

"Ich bin riesig stolz, weil wir kämpferische 60 Minuten und eine geschlossene Mannschaftsleistung geboten haben. Es war sensationell, was wir in der zweiten Halbzeit nach dem Drei-Tore-Rückstand gemacht haben. Heute waren wir am Ende glücklicher." Coburg-Trainer Alois Mráz

Coburg gibt Rote Laterne ab

So musste der favorisierte HCE-Tross die Rückreise ins knapp 80 Kilometer entfernte Erlangen ohne Punkte im Gepäck antreten und bleibt mit 15:19 Zählern im unteren Tabellenfeld stecken.

Coburg konnte dank der bayerischen Schützenhilfe zumindest vorübergehend den letzten Tabellenplatz verlassen und sich mit 7:29 Punkten vor TUSEM Essen (5:25) schieben. Allerdings hat der Klub aus Nordrhein-Westfalen drei Spiele weniger absolviert als die Gelb-Schwarzen aus Oberfranken.

Schäffer wechselt von Erlangen nach Coburg

Die Coburger haben in den vergangenen Tagen bereits wichtige Personalentscheidungen für die kommende Saison getroffen: Den Oberfranken gelang es, mit Merlin Fuß einen talentierten U21-Nationalspieler vom TV Hüttenberg zu verpflichten. Pontus Zetterman wird den HSC verlassen, so dass im kommenden Jahr Jakob Knauer und Merlin Fuß ein Duo auf Rückraum rechts bilden werden. Am Kreis kommt mit Jan Schäffer vom HC Erlangen ein erfahrener Mann, der sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr stark ist.

© picture alliance / Eibner-Pressefoto

Jan Schäffer beim Wurf

Schäffer selbst sieht seinem Wechsel nach Coburg mit viel Vorfreude entgegen: „Ich freue mich ab Juli ein Teil des ambitionierten und leistungsstarken Projekts beim HSC zu sein. Kämpfen bis zum Schluss und Willenseinsatz sind dabei Eigenschaften, die mir auf den Leib geschneidert sind, und mit denen ich meinen Teil zum Erfolg beitragen möchte. Darüber hinaus macht die Möglichkeit, die mir der HSC und die Firma Wöhner bieten - nämlich Handball und meinen späteren Beruf als Ingenieur miteinander zu verknüpfen - das Projekt für mich ideal.“