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Große Aufregung um Gündogan und Can nach Instagram-Likes | BR24

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Eigentlich dürfte Bundestrainer Joachim Löw am Tag nach dem 3:0 in Estland zufrieden sein. Stattdessen musste er Ilkay Gündogan und Emre Can verteidigen. Die hatten auf Instagram den Salut-Torjubel türkischer Nationalspieler "geliket".

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Große Aufregung um Gündogan und Can nach Instagram-Likes

Am Tag nach dem 3:0 für die Deutsche Nationalmannschaft in Estland stehen Ilkay Gündogan und Emre Can im Blickpunkt. Beide hatten auf Instagram den Salut-Torjubel türkischer Nationalspieler "geliket". Bundestrainer Löw hat seine Spieler verteidigt.

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Die deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan und Emre Can haben sich für ihre Reaktion auf ein umstrittenes Foto salutierender türkischer Fußballer verteidigt. "Glauben Sie mir: nach dem letzten Jahr ist das Letzte, was ich wollte, ein politisches Statement zu setzen", ließ der 28 Jahre alte Gündogan kurz vor seinem Startelf-Einsatz beim 3:0-Sieg im EM-Qualifikationsspiel in Estland am Sonntagabend mitteilen, zu dem er zwei Tore beisteuerte. "Das war ein klares Statement von Ilkay für Deutschland", sagte Bundestrainer Joachim Löw zum Doppelpack des Mittelfeldspielers.

Militärgruß auf dem Spielfeld

Zuvor hatten sowohl Gündogan als auch Can bei Instagram ein Foto mit einem sogenannten Like versehen, das türkische Fußballer zeigt, die nach Cenk Tosuns 1:0-Siegtor gegen Albanien mit der Hand an der Stirn salutieren. Der Militärgruß sei den bei der "Operation Friedensquelle" eingesetzten Soldaten gewidmet gewesen, teilte der türkische Fußballverband mit. Der türkische Militäreinsatz richtet sich gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien und wird international scharf kritisiert.

Gündogan: "Ich bin ein absoluter Pazifist"

Gündogan und Can nahmen ihre Likes bei Instagram später wieder zurück. Er habe gehandelt, "ohne jegliche Intention und auf den Inhalt zu achten", sagte Can der "Bild"-Zeitung und fügte hinzu: "Ich bin ein absoluter Pazifist und gegen jede Art von Krieg." Bundestrainer Löw versicherte: "Wenn man die beiden kennt, dann weiß man, dass sie gegen Krieg und gegen Terror sind."

Gündogan: Like für ehemaligen Teamkollegen aus der U21

Gündogan betonte, er habe sein Like für das umstrittene Bild "bewusst zurückgenommen", als er gesehen habe, dass seine Reaktion "politisch gewertet wurde. Wahr ist, dass ich mich für meinen ehemaligen Teamkollegen aus der DFB U21 gefreut habe, dass er das Siegtor gemacht hat." Im vergangenen Jahr war der Profi von Manchester City vor der WM wegen eines gemeinsamen Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in die Kritik geraten.

Bierhoff wirbt um Nachsicht für Gündogan und Can

Auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff warb um Nachsicht mit Gündogan und Can: "Ich sehe es nach den Aussagen der Spieler nicht so kritisch." Beide hätten mit ihren Likes keine politischen Absichten verfolgt. "Dass das so eine Dimension annimmt, konnte keiner erwarten", meinte der 51-Jährige. Auch viele andere Spieler auf der Welt hätten das Foto gut gefunden, betonte Bierhoff: "Jetzt kann man ja nicht allen unterstellen, dass sie für Krieg und Terror sind." Es wäre an der Zeit, Gündogan und Can "einfach mal ein bisschen Vertrauen zu schenken und daraus nicht solche Geschichten zu machen".