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Grindel-Nachfolger soll nicht aus dem DFB-Führungszirkel kommen | BR24

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Der Nachfolger des zurückgetretenen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel soll offenbar nicht aus dem engsten Führungszirkel des Deutschen Fußball-Bundes kommen.

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Grindel-Nachfolger soll nicht aus dem DFB-Führungszirkel kommen

Nach dem Rücktritt von Reinhard Grindel stellt sich die Frage nach dem Nachfolger: Der neue DFB-Präsident soll offenbar nicht aus dem engsten Führungszirkel, sondern laut Vizepräsident Rainer Koch, von "außerhalb des Präsidiums" kommen.

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"Wir haben großen Respekt vor seiner Entscheidung vom Amt des DFB-Präsidenten zurückzutreten", erklärte Koch zum Rückzug von Reinhard Grindel aus dem Amt des DFB-Präsidenten. Der Blick ist bereits auf die Suche nach einem Nachfolger gerichtet. Dafür will man die Fühler außerhalb des Führungszirkel des DFB ausstrecken. "Unser Ziel ist es jetzt, einen gemeinsamen Kandidaten von DFB und DFL außerhalb des Präsidiums zu finden. Der die Anliegen des Amateurfußballs ebenso im Blick hat, wie den Spitzenfußball," sagte Koch, der den Verband bis zum DFB-Bundestag am 27. September kommissarisch anführen wird.

Beiden werde es in der Interimszeit "darum gehen, im engen Zusammenwirken von DFB und DFL die strukturellen Rahmenbedingungen des Verbandes so weiterzuentwickeln, dass der Deutsche Fußballbund im guten Miteinander von Profi- und Amateurfußball für die Zukunft stabil und geschlossen aufgestellt wird", ergänzte Koch in seinem Statement.

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Reinhard Grindel hat die Konsequenzen aus den neuerlichen Negativschlagzeilen gezogen und ist als Präsident des DFB zurückgetreten. Interims-Präsident Rainer Koch sieht weder Philipp Lahm noch in Christoph Metzelder als Kandidaten für die Nachfolge.

Noch spielt kein Name eine Rolle

Den einen starken Kandidaten gibt es bislang nicht. Der langjährige Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm, der bei der Organisation der Heim-EM 2024 eine tragende Rolle spielen soll, äußerte am Montag, er habe "überhaupt keine Ambitionen", DFB-Präsident zu werden. Gehandelt wurde zu Wochenbeginn außerdem Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder, der auf Funktionärsebene bislang ein unbeschriebenes Blatt ist. Auch über Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff wird spekuliert. Doch die seien derzeit noch kein Thema. "Bei denen, die an verantwortlicher Stelle im DFB sind, spielt keiner der Namen, die in den letzten Tagen genannt worden sind, irgendeine Rolle", sagte Koch vor dem Pokalspiel in Augsburg gegenüber der ARD. "Nicht weil wir gegen einen oder für einen anderen sind, sondern weil wir uns zuerst um die Sache kümmern."

Weichen für die Zukunft stellen

"Amateur- und Profivertreter sind nun gemeinsam gefordert, bis zum kommenden DFB-Bundestag die Weichen für die Zukunft zu stellen", sagte Rauball: "Nicht nur sportlich, sondern auch mit Blick auf die Positionierung in der Gesellschaft steht der DFB vor enormen Herausforderungen. Diese Herausforderungen gilt es, mit großer Ernsthaftigkeit, Empathie und Gestaltungswillen anzugehen. Ziel muss es dabei sein, jenseits von Einzelinteressen immer nach den besten Lösungen für den deutschen Fußball zu streben."