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Gravelbike

Gravelbike

Bildrechte: picture alliance / dpa Themendienst
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    Gravelbikes: Immer mehr im Trend

    Ein Rad, das sich großer Beliebtheit erfreut, ist das Gravelbike. Und obwohl es die Räder schon seit fünf, sechs Jahren gibt, setzt der Trend erst jetzt richtig ein. Petra Martin hat begeistere Radler getroffen und sich für uns informiert.

    Von
    Petra MartinPetra Martin
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    In den 90ern kam der Crosser auf, ein sehr sportliches, wendiges Rad, das vor allem als Rennrad für Schotter gedacht war. Gravelbikes sind nicht ganz so agil, dafür laufen sie ruhiger und sind deshalb alltagstauglicher.

    Gravelbikes sehen aus wie ein Rennrad, sie haben diesen typischen geschwungenen Lenker. Erst bei genauerem Hinschauen erkennt man, dass es breitere Reifen hat. Die Radler flitzen aber trotzdem schnell durch die Stadt oder übers Land, buchstäblich über Stock und Stein.

    Ein gängiges Modell lässt sich mit Reifen von bis zu 40 Millimetern Breite ausstatten, was auch für gröberen Schotter ausreichend ist. Außerdem lassen sich Gepäckträger und Schutzbleche montieren. Stefano von "Haveabike" in München-Schwabing empfiehlt hydraulische Öldruckbremsen.

    Gangschaltung in zwei Varianten möglich

    Bei der Gangschaltung gibt’s zwei Varianten: Vorne mit einem oder zwei Kettenblättern und hinten mit elf – also entweder elf oder 22 Gänge. Für Geschwindigkeiten bis 34 Stundenkilometern, also den Alltag oder eine Radreise, ist ein Kettenblatt ausreichend.

    Ruhiger Lauf und komfortable Sitzposition

    Die gängigsten Gravelbikes haben einen Alurahmen und eine Carbongabel. Die Carbongabel ist einerseits leicht, andererseits dämpft sie Vibrationen besser und dann geht’s nicht so auf die Arme. Das liegt am Material Carbon, das man sich wie einen Strickpulli vorstellen kann, erläutert Rad-Experte Stefano. Die einzelnen Fasern liegen übereinander und das federt Vibrationen ab.

    Insgesamt läuft das Gravelbike ruhiger, weil der Radstand länger ist. Mit "Radstand" wird der Abstand zwischen Vorder- und Hinterrad bezeichnet. Und je länger der Abstand desto ruhiger läuft ein Rad. Es ist aber auch weniger agil.

    Die Sitzposition ist ähnlich wie beim Rennrad, nur ein bisschen aufrechter, was das Fahren komfortabler macht. Hohe Geschwindigkeiten können auf Asphalt dennoch erreicht werden. "Hardcore-Rennradler werden schon bemerken, dass sie langsamer sind, aber das Gravelbike ist noch immer schneller als ein Trekkingrad oder Mountainbike", erklärt Stefano.

    Fahren auf Asphalt, Schotter oder Waldwegen

    Dafür eignet sich das Gravelbike aber eben auch für Fahrten abseits asphaltierter Straßen – auf Schotter oder Waldwegen. Ans Fahren auf Schotter sollten sich Unerfahrene langsam herantasten, um ein Gefühl fürs Rad zu bekommen. Das Gravelbike ist hier aber dank seiner Rahmengeometrie und der Sitzposition gut geeignet. Wie auch beim Rennrad ist beim Gravel das Oberrohr kürzer und der Vorbau länger – wie eine Art Balkon ragt er über das Vorderrad. Und so bringt der Fahrer oder die Fahrerin mehr Gewicht darauf, was es ruhiger laufen lässt. Vor allem im Schotter oder bergab bei hohen Geschwindigkeiten ist das sehr angenehm.

    Egal, ob Asphalt, Schotter oder Waldweg – das Gravelbike lässt sich vielseitig einsetzen und ist deshalb auch als Rad für Reisen beliebt. Und mit Schutzblechen kann auch der tägliche Weg in die Arbeit oder zum Einkaufen damit gefahren werden. Für ein Alurad mit Carbongabel sollte man mit etwa 1.800 Euro rechnen.

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