International Open, Einzel, Herren, 1. Runde. Maximilian Kieffer aus Deutschland in Aktion.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Maximilian Kieffer

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Golf-Profi Kieffer nach Aufholjagd Dritter in München

An einem spannenden Schlusstag schnuppert Golf-Profi Maximilian Kieffer am Sieg bei der BMW International Open. Ein früherer Münchner Clubmeister ist besonders frustriert.

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Anderthalb Jahrzehnte nach Martin Kaymer hat Golf-Profi Maximilian Kieffer nach einer packenden Aufholjagd nur knapp den zweiten deutschen Sieg bei der BMW International Open verpasst - und das an seinem Geburtstag.

Der 33 Jahre alte Düsseldorfer reihte sich am Sonntag beim mit zwei Millionen Dollar (rund 1,8 Millionen Euro) dotierten Turnier in München auf dem geteilten dritten Rang ein. Der Sieg ging an den Südafrikaner Thriston Lawrence, der mit 275 Schlägen zum vierten Mal bei der DP World Tour gewann. 

Kieffer: "Ich habe die Chance gehabt

"Es sind gemischte Gefühle", sagte Kieffer, der bei seinem "Lieblingsturnier" so gerne "die Trophäe hochgehalten" hätte. "Ich habe die Chance gehabt, ich hätte sie nutzen sollen, müssen, Ärgerlich. Aber es war ein toller Tag bei einem tollen Turnier." Zwei Schläge lag er hinter dem 26-jährigen Lawrence. Der bislang einzige deutsche Sieg bei diesem Turnier, zu dem in diesem Jahr über 50.000 Zuschauer kamen, glückte Kaymer im Jahr 2008.

Kieffer, der als Neunter in den Schlusstag gegangen war, machte zehn Monate nach seinem ersten Sieg auf der Tour viel Boden gut. Als er an Loch 16 volles Risiko ging, landete der Abschlag im Wasser. Kieffer zog seine Sonnenbrille auf und schaute zerknirscht. "Ich habe es probiert, war aggressiv", sagte er. "Tut weh."

Als Kieffer sich bei seiner packenden Aufholjagd vorkämpfte, war der Arbeitstag für den frustrierten Marcel Siem längst zu Ende. Statt mit einem großen Auftritt auf der Münchner Anlage, auf der er einst Clubmeister gewesen war, Werbung für eine Ryder-Cup-Nominierung zu machen, musste er ein enttäuschendes Schluss-Wochenende bei der BMW International Open und Platz 73 erklären. 

Siem: "War halt nur traurig"

"Großartig ausgerastet bin ich nicht, ich war halt nur traurig", sagte Siem. "Traurig Golf zu spielen, ist bei mir gar nicht gut. Ich glaube, da wäre es besser gewesen, mal einen Driver zu zerschmettern." Aber er habe sich vor den Kindern benehmen wollen, sagt der 42-jährige Ratinger, der sichtlich mitgenommen viele Autogramme schrieb. "Ich bin mir sicher, dass die Saison weiter gut laufen wird." Anfang Juni hatte Kieffer und Siem und bei der Porsche European Open in Winsen/Luhe den Sieg auf Rang zwei nur ganz knapp verpasst. 

Ein Turnier bei der DP World Tour gewonnen

Kieffer und Siem hatten wie Nick Bachem (Neunkirchen-Seelscheid/23 Jahre), Yannik Paul (Mannheim/29) im vergangenen Dreivierteljahr jeweils ein Turnier der DP World Tour gewinnen können und den Aufschwang im deutschen Golf unterstrichen. Paul hatte verletzungsbedingt kurzfristig auf seinen Start verzichten müssen. Bachem hatte bei einer Rekordzahl von deutschen Startern beim Turnier in Eichenried bei München den Cut verpasst.

Paul ist der aussichtsreichste deutsche Kandidat auf eine Nominierung für den prestigeträchtigen Ryder Cup. Der Vergleich zwischen Europa und den USA findet vom 29. September bis 1. Oktober in Rom statt. Vor zwei Jahren hatte das europäische Team in Whistling Straits im US-Bundesstaat Wisconsin gegen die US-Stars eine deutliche 9:19-Niederlage hinnehmen müssen.

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