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Einmal mehr wird beim FC Bayern München ein anstehendes Bundesligaspiel zur Nebensache. Trainer Hansi Flick äußerte sich ein letztes Mal zu den kolportierten Unstimmigkeiten im Verein und will ab sofort nur noch übers Sportliche reden.

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Genervter Flick will nur noch übers Sportliche reden

Einmal mehr wird beim FC Bayern München ein anstehendes Bundesligaspiel zur Nebensache. Trainer Hansi Flick äußerte sich ein letztes Mal zu den kolportierten Unstimmigkeiten im Verein und will ab sofort nur noch übers Sportliche reden.

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Von
  • Wolfram Porr

"Bitte haben Sie Verständnis, aber wenn sie mich das nächste Mal wieder dazu befragen, werde ich nur noch sagen: 'Nächste Frage'!" Hansi Flick, das wurde in der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel gegen den 1. FC Union Berlin (Anstoß: Samstag, 15.30 Uhr/"Heute im Stadion" berichtet live in Einblendungen) deutlich, ist genervt von den Spekulationen um seinen Streit mit Hasan Salihamidzic und seine mögliche Vertragsauflösung nach der Saison.

Flick spürt Loyalität der Mannschaft

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte via Medien zuvor wiederholt angemahnt, dass man sich aufs Wesentliche konzentrieren solle. Eine allerletzte Antwort gab Flick dazu noch: "Das Trainerteam und ich sind absolut fokussiert auf unseren Job und auf unsere Mannschaft, auch weil ich spüre, dass sie mir gegenüber loyal ist", so der 56-Jährige. Er versuche "mit allen im Verein so zusammenzuarbeiten, dass es im Sinne des Vereins ist."

Alles, was sonst hereingetragen werde, komme nicht von ihm, so der Coach. Er kümmere sich um diese "geile Mannschaft" - die hat es verdient." Nachfragen - etwa, ob andere im Verein nicht loyal seien oder ob er seinen Vertrag erfüllen werde, beantwortete Flick nicht mehr.

"Nächste Frage!" Hansi Flick auf die Frage eines Reporters, ob er seinen Vertrag beim FC Bayern erfüllen werde

Viel Lob für Gegner Union

Er habe in den eineinhalb Jahren, seit er im Amt sei, diese Mannschaft entwickelt. Jeder wisse, dass die Mannschaft der vergangenen Saison eine höhere Qualität gehabt habe. Trotzdem sei man in der Bundesliga vorne und habe auch in Paris noch "alle Möglichkeiten, das Champions-League-Halbfinale zu erreichen".

Vor dem Rückspiel am Dienstag in Paris steht aber noch die Bundesligapartie gegen den 1. FC Union Berlin an - ein Team, das Flick durchaus schätzt: "Mir gefällt die Art und Weise, wie sie Fußball spielen, und die Mentalität. Es ist eine sehr laufstarke Mannschaft, die auch viel Dynamik im Spiel hat." Trainer Urs Fischer mache bei Union einen "herausragenden Job", er freue sich, ihn am Samstag wieder zu treffen.

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Christopher Scott (r.) in der Drittligapartie des FC Bayern II beim SV Meppen

Lange Verletztenliste - Chance für Nianzou und Scott?

Dabei hat Flick so viele Ausfälle zu verkraften wie noch nie in dieser Saison: Länger steht schon fest, dass Robert Lewandowski (Knie) und Serge Gnabry (Corona) ausfallen. Gegen den Tabellensiebten müssen auch Leon Goretzka, Niklas Süle (beide muskuläre Probleme), Lucas Hernandez (Rippenprellung) und Marc Roca passen. "Bei Leon und Lucas hoffen wir, dass sie in Paris wieder dabei sein können."

Aufgefüllt wird der Kader mit Spielern aus der Regionalligamannschaft. Insbesondere Tanguy Nianzou und Christopher Scott scheinen sich Hoffnungen auf einen Einsatz am Samstag machen zu dürfen, deutete Flick an. Egal mit welchem Personal, die drei Punkte sollen auf alle Fälle in München bleiben: "Wir wollen das Spiel gegen Union, das schwer wird, gewinnen. Sie gehen wir das auch an."