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Fußball-Weltmeisterinnen gefeiert, Trump erneut kritisiert | BR24

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Zehntausende Fans haben am Mittwoch in New York die US-Fußball-Weltmeisterinnen bei einer großen Siegesparade auf dem Broadway gefeiert. Davor hatte Kapitänin Megan Rapinoe ihre Kritik an US-Präsident Donald Trump erneuert.

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Fußball-Weltmeisterinnen gefeiert, Trump erneut kritisiert

Wenn Sport auf Politik trifft: Die US-amerikanischen Frauenfußball-Weltmeisterinnen wurden in New York frenetisch gefeiert. Kapitänin Megan Rapinoe knöpfte sich erneut Präsident Donald Trump vor.

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Rapinoe hatte sich schon vor dem Titelgewinn kritisch über US-Präsident Trump geäußert und eine eventuelle Einladung ins Weiße Haus ("Ich werde nicht in das beschissene Weiße Haus gehen") ausgeschlagen. Nach dem Titelgewinn, zurück in den USA, hatte Rapinoe im TV-Sender CNN dann deutliche Worte an Trump gerichtet.

"Ihre Botschaft grenzt Menschen aus. Sie grenzen mich aus, Sie grenzen Menschen aus, die wie ich aussehen. Sie grenzen people of colour aus, Sie grenzen Amerikaner aus, die Sie vielleicht unterstützen", hat die offen homosexuell lebende Rapinoe geäußert. Trumps Wahlkampfslogan "Make America Great Again" ("Macht Amerika wieder großartig") müsse überdacht werden. Dieser blicke auf eine Zeit zurück, die nicht für alle großartig gewesen sei, so die 34-Jährige.

Rapinoe: "Mehr lieben, weniger hassen"

Vor der großen Siegesparade des US-Teams in New York legte Rapinoe dann mit weiteren Spitzen gegen den US-Präsidenten nach. "Wir müssen mehr lieben, weniger hassen. Mehr zuhören, weniger reden. Das ist unsere Verantwortung. Unsere Verantwortung, die Welt zu einem besseren Ort zu machen", sagte Rapinoe (das Zitat im englischen O-Ton auch im Video auf dieser Seite) auf der Bühne vor dem New Yorker Rathaus: "Seid mehr, seid größer, seid besser. Nehmt diese Mannschaft als Beispiel."

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio, Mitglied der Demokratischen Partie, begrüßte die Weltmeisterinnen herzlich und twitterte schon im Vorfeld: "Ihr habt ein ganzes Land inspiriert. Und New York weiß, wie man Sieger feiert." Am Mittag überreichte er den Weltmeisterinnen goldene Schlüssel zur Stadt, das Publikum feierte das Team immer wieder "USA, USA"-Rufen.

Am Straßenrand waren auch immer wieder Plakate zu sehen, auf denen eine fairere Bezahlung der Fußballfrauen gefordert wurde. Obwohl viermalige Weltmeisterinnen, werden die Nationalspielerinnen in den USA deutlich schlechter als die Männer bezahlt - die noch nie einen nennenswerten internationalen Titel gewonnen haben.