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Fußball vor Fans: Ringen um eine Lösung – aber welche? | BR24

© picture alliance/Sven Hoppe/dpa

Allianz-Arena

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    Fußball vor Fans: Ringen um eine Lösung – aber welche?

    Eigentlich sollen Bundesligaspiele nur dann mit Fans im Stadion ausgetragen werden, wenn vor Ort der Inzidenzwert von Corona-Infizierten unter 35 liegt. München aber liegt darüber. Was also wird mit dem Auftaktspiel gegen den FC Schalke 04?

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    Die Meldung von Dienstag, dass Stadionbesuche zum Bundesligastart wieder möglich sind, hatte für Verwirrung gesorgt: Denn es ist unklar, ob in München aufgrund des Inzidenzwerts Fans zugelassen werden können, oder ob möglicherweise auch die Infektionsrate des Umlands berücksichtigt werden müsste, da zum Beispiel viele Bayern-Fans auch dort leben. Die Tickets sind personalisiert, von daher ließe sich die Herkunft der Fans genau rückverfolgen. Unter Berücksichtigung des Umlands lag laut DFL am Montag der Inzidenzwert in und um München bei unter 30 Infizierten.

    Söder bringt weitere Reduzierung der Tickets in Spiel

    Eine andere Möglichkeit für die Profis, doch vor Fans zu spielen, wäre eine weitere Reduzierung der Zuschauerzahl. Bislang sollen maximal 20 Prozent der Tickets verkauft werden, in München wären das 15.000 Karten. Ministerpräsident Markus Söder brachte diese Möglichkeit bei der CSU-Fraktionsklausur ins Spiel. Entschieden ist hier aktuell aber noch nichts.

    Fans im Stadion: mit maximalem Abstand

    Die Stadionkonzepte dürften je nach Örtlichkeit unterschiedlich aussehen. Sie müssen von der jeweiligen Stadtverwaltung genehmigt werden. Nach einer Vorlage der DFL könnte es im Stadion dann so aussehen, dass immer höchstens zwei Fans nebeneinandersitzen, und die Sitze zur nächsten Zweiergruppe nach allen Richtungen freibleiben müssten. Die Zuschauer müssten einen Mund-Nasenschutz tragen, wenn sie nicht auf ihrem Platz sitzen.

    Das gesamte Stadion müsste genutzt und in Sektionen eingeteilt werden. Die Fans würden dann je nach Sektion zu unterschiedlichen Zeiten ins Stadion eingelassen – ähnlich wie bei manchen Klassik-Konzerten – um zu verhindern, dass alle Fans gleichzeitig durch die Eingänge strömen. Dasselbe gilt für die Phase nach dem Spiel. Außerdem sind im Stadion nur alkoholfreie Getränke erlaubt. Für Toiletten empfiehlt die DFL ein Einbahnstraßen-System.

    SpVgg Greuther Fürth will Inhaber von "Solidaritäts-Dauerkaddn" bevorzugen

    Der 1. FC Nürnberg spielt am Freitag auswärts in Regensburg. Auswärtsfans sind derzeit nicht zugelassen. Die Vereinsführung vom SSV Jahn Regensburg sei schon seit Längerem mit der Stadtverwaltung in Gesprächen, das konkrete Konzept soll am Donnerstag vorgestellt werden. Die SpVgg Greuther Fürth könnte voraussichtlich 3.000 Fans zulassen.

    Die Tickets sollen zunächst diejenigen erhalten, die den Verein in der Corona-Zeit mit einer "Solidaritäts-Dauerkaddn" unterstützt haben, bei deren Kauf man sich bereit erklärt, auf eine Rückerstattung des Ticketpreises zu verzichten, wenn Fans ausgeschlossen werden sollten. Die Tickets sind personalisiert, und dürfen nicht umgetauscht werden, damit eine mögliche Infektionskette nachvollzogen werden kann. Die Würzburger Kickers werden wohl ohne Fans in die Saison starten: Der Inzidenzwert liegt derzeit bei 75 Infizierten.

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