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Bildrechte: picture-alliance/dpa

Rainer Koch, der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes, spricht sich klar für mehr Zuschauer beim Amateurfußball aus. "Es ist unsäglich", sagt er zu den neuen Regeln. "Die Menschen wollen zum Leben zurück. Es muss vorangehen"

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Koch übt Kritik an Zuschauer-Regeln: "Unsäglich"

Bei Events im Freien sollen weiter nur maximal 500 Zuschauer auf festen Sitzplätzen zugelassen werden. Rainer Koch, der Präsident des Bayerischen Fußballverbandes, kritisiert die Regeln im BR-Interview und fordert Verbesserungen.

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In dem "Rahmenkonzept Sport", das in der Nacht auf Freitag durch das zuständige Innenministerium veröffentlicht wurde, steht, dass bei Events im Freien weiterhin nur maximal 500 Zuschauer auf festen Sitzplätzen zugelassen sind. Dagegen dürfen bei Veranstaltungen in Hallen bis zu 1.000 Personen dabei sein. "Es ist unsäglich", schimpfte BFV-Präsident Rainer Koch im BR-Interview am Samstag. "Die Menschen wollen zum Leben zurück. Es muss vorangehen." Er wolle am Montag bei einem Treffen mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann auf eine Anpassung der Regeln wirken und hoffe, dass dann wieder mehr für die Amateurvereine möglich sei.

Schon zuvor hatte Koch kritisch ausgeführt: "Es kann niemandem mehr ernsthaft vermittelt werden, warum bei einem Fußballspiel im Freien keine Besucher einzeln um weiträumige Plätze stehen dürfen, dagegen aber bei wissenschaftlich belegtem ungleich höheren Infektionsrisiko in Gebäuden bis zu 1.000 Zuschauer zugelassen werden", ergänzte Koch in einer Verbandsmitteilung.

Beschränkungen trotz verantwortungsvollem Umgang

Der für den Spielbetrieb im BFV zuständige Jürgen Faltenbacher sprach von einem "Schlag ins Gesicht für alle Fußballvereine in Bayern". Die Amateurvereine hätten bewiesen, verantwortungsbewusst umzugehen. "In jeder Fußgängerzone ist mehr los, als etwa bei einem regulären Fußballspiel in der Kreisklasse", sagte Faltenbacher. "Dennoch sind genau diese einzelnen Besucher für viele Vereine überlebenswichtig." Es sei "fahrlässig, sie mit einem solchen Rahmenkonzept weiterhin auszubremsen und am Ende auch die vielfältige Vereinslandschaft zu riskieren. Das gilt übrigens nicht nur für den Fußball."

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