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Fußball: Nicht nur Hoeneß erwartet fallende Transfersummen | BR24

© picture-alliance/dpa

Uli Hoeneß

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    Fußball: Nicht nur Hoeneß erwartet fallende Transfersummen

    Die Coronakrise wird den Fußball nachhaltig verändern. Davon sind schon jetzt viele Experten überzeugt. Nicht zuletzt bei den Transfersummen werde es massive Abstriche geben, glaubt nicht nur der langjährige Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

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    "Man kann es nicht vorschreiben, aber 100-Millionen-Euro-Transfers kann ich mir in der nächsten Zeit nicht vorstellen", sagte der langjährige Präsident von Bayern München dem kicker. Hoeneß rechnet damit, dass die Transfersummen fallen, da alle Länder und Ligen betroffen seien: "Die Beträge werden sich in den kommenden zwei, drei Jahren nicht mehr auf dem bisherigen Niveau bewegen können."

    Baumann: Weniger Transfers, weniger Umsätze

    Wie Hoeneß, so erwartet auch Werder Bremens Geschäftsführer Frank Baumann einen deutlich eingeschränkten Transfermarkt in diesem Sommer: "Man muss kein Prophet sein, um zu sagen, dass die Umsätze auf dem Transfermarkt signifikant einbrechen werden", sagte der frühere Club-Profi in einem Interview des vereinseigenen Werder-TV. "Die Umsätze in allen Ligen werden sich reduzieren, die Masse an Transfers wird es daher nicht geben." Derzeit wisse kein Klub, mit welchen Mitteln er für die neue Saison planen könne, weil überall unklar sei, ob und wie die Saisons zu Ende gespielt würden, sagte Baumann.

    Hoeneß: Ohne Geisterspiele droht Ungemach

    Mit Prognosen oder konkreten Aussagen darüber, wie und wann es mit der Bundesliga weitergehen könnte, halten sich Baumann und Hoeneß zurück. "Alle, die Voraussagen über einen möglichen Start der Spiele von sich geben, sind Scharlatane", sagte Hoeneß. Für die Saison 2019/20 sieht er dann "kein existenzielles Problem", wenn es mit Partien ohne Zuschauer noch klappt. Denn auch Geisterspiele garantierten die Fernsehgelder. Falls der Ball allerdings bis Weihnachten nicht rollt, sei "die Existenzgrundlage der gesamten Liga bedroht".