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Profis von Manchester City

Nach Abschluss der Untersuchung der Finanzkontrollbehörde der Europäischen Fußball-Union (UEFA) werde erwartet, dass eine Empfehlung zum Ausschluss des Scheich-Klubs vom wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb ausgesprochen werde, heißt es in dem Bericht. Die Mitglieder der Finanzbehörde sollen sich bereits vor zwei Wochen in der UEFA-Zentrale im schweizerischen Nyon getroffen haben, um die Untersuchungsergebnisse zu finalisieren.

Entscheidung im Laufe dieser Woche

Nun wird eine Empfehlung erwartet, die einen Ausschluss des Teams von Teammanager Pep Guardiola von mindestens einer Spielzeit fordert. Yves Leterme hat als Leiter der Untersuchung das letzte Wort, die endgültige Empfehlung soll noch im Laufe dieser Woche folgen. Unklar sei bislang, wann eine mögliche Sperre in Kraft treten würde.

Investitionen in Milliardenhöhe

Erst am Sonntag hatten die Citizens den zweiten Meistertitel nacheinander gewonnen. In der Champions League war Manchester im Viertelfinale an Ligakonkurrent Tottenham Hotspur gescheitert. Der Klub hatte in den vergangenen Jahren mehr als eine Milliarde Euro in neue Spieler investiert, dennoch wartet die Mannschaft um die Nationalspieler Leroy Sane und Ilkay Gündogan weiter auf den ersten Erfolg in der Königsklasse.

Manchester City hatte die Ermittlungen Anfang März noch begrüßt und diese "als Gelegenheit" bezeichnet, um "die Spekulationen zu beenden". Die Vorwürfe seien "völlig falsch", teilte der Verein mit.

"Unlautere Finanzgebaren" aufgedeckt

City war durch die Football-Leaks-Veröffentlichungen in Verruf geraten. Die Enthüllungsplattform hatte Ende des vergangenen Jahres anhand von E-Mails und internen Klub-Dokumenten unlautere Finanzgebaren der Skyblues aufgedeckt. City-Eigentümer Scheich Mansour soll über Jahre verschleierte Zahlungen an den Verein geleistet haben. Dies geht aus Dokumenten hervor, die dem Nachrichtenmagazin Spiegel und dem Recherchenetzwerk EIC vorliegen. Abgewickelt worden sei der Betrug mit Sponsoren, die viel weniger bezahlt haben sollen, als im Vertrag festgeschrieben war. Die Differenz sei dann aus dem Privatvermögen des Scheichs geflossen.

Neymar von Paris Saint Germain

Neymar von Paris Saint Germain

Financial Fairplay: Auch PSG im Visier

Zuletzt musste sich auch der französische Meister Paris Saint Germain gegen Vorwürfe erwehren, er habe gegen das Financial Fairplay verstoßen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS gab im März allerdings einem Einspruch des Klubs statt, der sich gegen weitere Financial-Fairplay-Ermittlungen durch die UEFA richtete. Nach den Regeln des Financial Fairplay darf ein Verein nicht mehr ausgeben, als er einnimmt. PSG sorgte vor allem im Sommer 2017 mit den Rekord-Verpflichtungen des Brasilianers Neymar und von Kylian Mbappé für Aufsehen.