BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: picture alliance

Mit 364 Tagen Verspätung beginnt heute die Fußball-Europameisterschaft 2020. Nicht nur pandemiebedingt ist das Turnier ein ganz spezielles. Ausgetragen wird es in elf Ländern, es gibt Regeländerungen - und es ist das letzte für Löw als Bundestrainer.

6
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Fußball-EM 2020 - ein ganz besonderes Turnier

Mit 364 Tagen Verspätung beginnt heute die Fußball-Europameisterschaft 2020. Nicht nur pandemiebedingt ist das Turnier ein ganz spezielles. Ausgetragen wird es in elf Ländern, es gibt Regeländerungen - und es ist das letzte für Löw als Bundestrainer.

6
Per Mail sharen
Von
  • Cristina Krüger
  • BR24 Sport

Mit dem Eröffnungsspiel Türkei gegen Italien (Anstoß: 21.00 Uhr, ARD) beginnt am Freitag, 11. Juni, die Fußball-Europameisterschaft. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die EM um ein Jahr verschoben und feiert nun mit etwas Verspätung ihr 60-jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund bleibt es auch bei der Bezeichnung "UEFA Euro 2020 ".

Löw will "ganz weit kommen"

Bei seinem letzten großen Auftritt als Bundestrainer möchte Joachim Löw seine 15-jährige Ära zu einem guten Abschluss bringen - bevor er von Ex-FC Bayern-Trainer Hansi Flick abgelöst wird, "Ich bin sehr optimistisch. Was ich sehe und spüre an Energie und Einsatz in der Mannschaft, ist top", sagte der 61-Jährige im Interview. Für Löw standen die defensive Kompaktheit mit seiner Dreierkette sowie Standards ganz oben auf der Tagesordnung.

Das DFB-Team zählt drei Jahre nach dem WM-Desaster in Russland nicht zum engsten Favoritenkreis. Trotzdem will Oliver Bierhoff Titelambitionen nicht im Vorhinein auf die WM 2022 oder gar die Heim-EM 2024 vertagen. "Unser Anspruch muss als Nationalmannschaft grundsätzlich sein, dass wir liefern", sagte der DFB-Direktor. Doch der Weg auf Europas Fußball-Thron ist weit und steinig. Die deutsche Mannschaft trifft in der "Todesgruppe" F der Vorrunde auf Weltmeister Frankreich (15. Juni), Europameister Portugal (19. Juni) sowie Ungarn (23. Juni) .

Neben Frankreich zählen unter anderem auch Spanien, England und Belgien zu den heißesten Anwärtern auf den großen Sprung zum Turnier-Sieg.

Neuer Modus, neue Regeln

Neben der paneuropäischen Austragung des Turniers in elf verschiedenen Ländern quer über den Kontinent verteilt gibt es nicht nur aufgrund der Pandemie einige Neuerungen. 24 Mannschaften nehmen teil, in sechs Gruppen treten sie gegeneinander an. Die jeweils ersten beiden Mannschaften sowie die vier besten Dritten qualifizieren sich für das Achtelfinale. Bei Punktgleichheit gilt der direkte Vergleich.

Außerdem gibt es Änderungen im Regelwerk, denn ein Handspiel bei der Torvorbereitung ist nicht mehr automatisch strafbar. Statt wie bisher 23 dürfen nun 26 Spieler in den Kader aufgenommen werden, außerdem können die Bundestrainer bis zum ersten Spiel weitere Athleten nachnominieren.

Lichtblick nach der Corona-Pandemie

Während man sich schon fast an Geisterspiele gewöhnt hatte, dürfen nun sogar Zuschauer wieder teilweise mit dabei sein. Bei der Auftaktbegegnung in Rom hat die UEFA 16.000 Fans im Stadion zugelassen, in der Münchener Allianz Arena dürfen 14 000 Zuschauer dabei sein. Es steht also eine auf ihre Art ganz besondere EM vor der Tür - und für viele Menschen womöglich auch der erste Schritt Richtung Normalität.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!