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Beim Club im Gespräch: Kiels Kingsley Schindler

Pokalsieger Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart und RB Leipzig haben schon Nägel mit Köpfen gemacht, spätestens mit dem Öffnen des Winter-Transferfensters an Neujahr werden auch andere Bundesligavereine ihren Kader nachjustieren. In erster Linie suchen die abstiegsgefährdeten Klubs nach Verstärkungen.

Das gilt insbesondere für Tabellenschlusslicht 1. FC Nürnberg. "Wir machen uns Gedanken und hätten zumindest einen gewissen Spielraum, um etwas zu tun", sagte Sportvorstand Andreas Bornemann.

Schindler aus Kiel ist ein Kandidat

Die Franken befassen sich unter anderen mit Kingsley Schindler von Zweitligist Holstein Kiel. Der offensivstarke Mittelfeldspieler gehört bei den "Störchen" zu den absoluten Leistungsträgern und hat in dieser Spielzeit bereits fünf Treffer für den Tabellenfünften der 2. Bundesliga erzielt. Fraglich ist, ob die Kieler ihren Erfolgsgaranten wirklich abgeben wollen.

Hannover 96: Abstieg wäre teurer als Nachverpflichtungen

Beim Vorletzten Hannover 96 ist Manager Horst Heldt gefordert. Da Torjäger Niclas Füllkrug mit einem Knorpelschaden wohl für den Rest der Saison ausfällt, sind die Niedersachsen gezwungen, auf dem Transfermarkt tätig werden. "Eigentlich haben wir kein Geld verfügbar. Aber ein Abstieg wäre teurer als Nachverpflichtungen. Deshalb sind wir gesprächsoffen und entscheidungsfähig", sagte Klubchef Martin Kind dem NDR. Ein Innenverteidiger, ein Stürmer sowie ein Mittelfeldspieler sollen noch vor dem Rückrundenstart am 18. Januar verpflichtet werden. Mit Kevin Akpoguma von 1899 Hoffenheim wurde die erste Ausleihe am Sonntag (30.12.) vom Klub bestätigt.

VfB Stuttgart sucht nach Esswein weitere Verstärkungen

Auch beim VfB Stuttgart, Fortuna Düsseldorf und erst recht bei Schalke 04 dürfte in den kommenden Tagen nachgerüstet werden. Schalke-Coach Domenico Tedesco will vor allem die Offensive verstärken. Beim VfB Stuttgart, der bereits die Ausleihe von Alexander Esswein (Hertha BSC) in trockene Tücher gebracht hat, werden gleich mehrere prominente Namen gehandelt. Es werden "noch ein oder zwei" weitere Neuzugänge kommen, kündigte Sportvorstand Michael Reschke an: Timothy Weah von Paris Saint-Germain, Maximilian Philipp, Patrick Herrmann, Shinji Kagawa, Josip Drmic, aber auch Sandro Wagner von den Bayern werden gehandelt.

Auch Nürnbergs Mitaufsteiger Düsseldorf ist trotz seiner drei Siege in der englischen Woche vor Weihnachten an Verstärkungen interessiert - unter einer Bedingung: "Sie müssen uns sofort weiterhelfen", sagte Trainer Friedhelm Funkel.