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Fürth-Sportchef: "Geisterspiele in Zukunft wieder eine Option" | BR24

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Rachid Azzouzi, Sportchef bei Fußball-Zweitligist SpVgg Greuther Fürth, im BR-Exklusivinterview über die Spielabsagen, die Auswirkungen auf die "Kleeblättler" und was er über ein mögliches vorzeitiges Saisonende denkt.

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Fürth-Sportchef: "Geisterspiele in Zukunft wieder eine Option"

Der deutsche Fußball ruht nach den Spielabsagen in den Profi- und Amateurligen. Wann es wieder weitergehen? Komplett unklar. Greuther Fürths Sportchef Rachid Azzouzi glaubt, dass man in Zukunft auch wieder Geisterspiele in Betracht ziehen muss.

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"Im Grunde genommen muss man schon sagen, dass Geisterspiele schon auch eine Option waren und für die Zukunft auch wieder sind", sagte Azzouzi im Exklusivinterview mit BR24 Sport nach der Verkündung der Deutschen Fußball-Liga (DFL), den Spielbetrieb vorerst auszusetzen.

Pausieren sollen die Ligen mindestens bis zum 2. April. Was danach kommt, ist noch unklar. "Ich glaube nicht, dass das Virus sich in vier Wochen in Luft aufgelöst hat", sagt Azzouzi, der deshalb wieder mögliche Geisterspiele ins Gespräch bringt: "Und dann müssen wir ja trotzdem schauen: Okay, kriegen wir die Saison zu Ende gespielt? Und wenn ja, wie?"

Wirtschaftliche Schäden für die Klubs nicht absehbar

Der sportliche Leiter der Spielvereinigung Greuther Fürth kann die Folgen für seinen Klub, vor allem auch wirtschaftlich, noch nicht absehen, "und das wird auch bestimmt noch eine Zeit lang dauern, bis wir das alles beziffern können."

Azzouzi verweist in der komplexen Gemengelage zwischen möglichen weiteren Spielabsagen, einem vorzeitigen Saisonende und den wirtschaftlichen Interessen der Vereine darauf, dass man nicht immer nur die vermeintlichen finanziellen Interessen der Großverdiener im Fußballsport in den Mittelpunkt stellen sollte.

"Im Fußball sieht man immer nur die Millionäre. Aber es sind ja nicht nur Millionäre, die arbeiten oder in diesem Fußballgeschäft sind", sagt Azzouzi. Es gehe aber bei den Klubs "auch um Angestellte in einem Verein, die einem normalen Job nachgehen. Und über die muss man auch nachdenken."

Azzouzi: Erst die Gesundheit, dann der Rest

Allerdings unterstrich auch Azzouzi deutlich, dass in der ganzen Diskussion um Sport und Coronavirus die individuelle Gesundheit an erster Stelle steht: "Wir müssen natürlich schauen, dass die Gesundheit für alle Menschen auf diesem Planeten das allerwichtigste Gut ist und dass wir auch darauf achten."