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Leonie Ebert

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    Für Florettfechterin Ebert erfüllt sich "ein Lebenstraum"

    Leonie Ebert wird bei den Olympischen Spielen in Tokio ihr Debüt auf der ganz großen Sportbühne geben. Damit erfüllt sich für die Würzburgerin "ein Lebenstraum", wie die 21-Jährige im Instagram-Talk von BR24 Sport verrät.

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    • BR24 Sport

    Leonie Ebert gilt als goldenes Versprechen für die Zukunft des deutschen Fechtens. Bereits mit der Teilnahme in Tokio erfüllt sich für sie ein Kindheitstraum. Das Olympia Ticket konnte sie im März letzten Jahres beim Grand Prix in Doha endgültig lösen.

    "Für mich war Olympia schon spannend, als ich sehr, sehr klein war. Wir haben vorm Fernsehen gesessen und das war sehr inspirierend, diese ganzen Champions zu sehen, die auf dieser unglaublich historischen Bühne sich messen können", sagte die Würzburgerin im Instagram-Talk von BR24 Sport.

    Bevor die 21-Jährige mit dem Fechten begann, probierte Ebert noch andere Sportarten aus. Doch das Fechten zog sie in den Bann. "Beim Fechten war es ab der ersten Sekunde sehr, sehr spannend: Man muss immer versuchen, einen kleinen neuen Schlüssel zu finden - eine neue Trefferfläche, die vielleicht gerade offen wird. Jedes Gefecht ist anders, kein Gefecht gleicht dem anderen."

    "Es ist ein sehr schwerer Weg, und ich habe sehr viele Einbußen gehabt. Aber im Endeffekt habe ich erst über die Jahre festgestellt, was eigentlich alles möglich ist." Leonie Ebert

    Ebert möchte in Tokio "Spaß haben"

    Ebert ist bei den Sommerspielen in Tokio die einzige deutsche Hoffnungsträgerin im Fechten. Sie freut sich auf die Spiele: "Es ist ein Lebenstraum von mir. Und ich möchte Spaß haben und gute Gefechte machen - möglichst viele." Doch die Gegner sind schwer einzuschätzen - über ein Jahr fand wegen der Corona-Pandemie kein Wettkampf statt. "Man weiß nicht so genau, wie ist der andere drauf. Wer ist alles gut, wer hat weniger trainiert? Dadurch ist es sehr unberechenbar- auf der anderen Seite ist aber auch alles möglich. In Tokio wird es darauf ankommen, wer den stärksten Willen hat, wer sich am meisten durchkämpft, wer am wenigsten Angst auf der Planche hat und dann kann eigentlich alles passieren."

    "Es ist ein bisschen wie eine Überraschungsbox." Leonie Ebert

    Ebert begrüßt Impf-Angebot des DOSB

    Auch wenn es das große Miteinander unter den Sportlern bei diesen Spielen nicht geben wird - Ebert freut sich, "dass ich endlich dastehen kann, wo ich solange von geträumt habe." Und sie ist froh, dass der DOSB eine Impfung anbietet: "Ohne Impfung wäre das eine Katastrophe. Jeder Athlet braucht eine Vorbereitung und braucht dazu Trainingspartnerin. Wir müssen ein bestimmtes Risiko eingehen. Wir können nicht die ganze Zeit Maske tragen, weil es einfach unglaublich anstrengend ist. Also bin ich ein sehr, sehr großer Freund davon, dass wir geimpft werden können. Und, dass dieses Angebot überhaupt besteht."