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Gipfeltreffen in der Frauen-Fußball-Bundesliga: Im Rennen um die deutsche Meisterschaft kommt es zwischen Tabellenführer FC Bayern München und Titelverteidiger VfL Wolfsburg drei Spieltage vor Schluss zum Spitzenspiel.

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Frauen-Fußball: Showdown zwischen FC Bayern und VfL Wolfsburg

Gipfeltreffen in der Frauen-Fußball-Bundesliga: Im Rennen um die deutsche Meisterschaft kommt es zwischen Tabellenführer FC Bayern München und Titelverteidiger VfL Wolfsburg drei Spieltage vor Schluss zum Spitzenspiel.

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Noch Anfang April sahen die Bayern wie der sichere Titelträger aus, die zumindest vorübergehende Wachablösung von Dauer-Champion Wolfsburg schien unmittelbar bevorzustehen. Doch dann warf der VfL den FCB im Halbfinale aus dem DFB-Pokal und die Münchnerinnen patzten in der Liga überraschend gegen Hoffenheim. Gewinnt Wolfsburg am Sonntag (13.00 Uhr/Live im BR Fernsehen und auf BR24 Sport), stünden die Niedersächsinnen bei noch zwei ausstehenden Spielen einen Punkt vor ihrer süddeutschen Konkurrenz und die fünfte Meisterschaft in Serie wäre plötzlich zum Greifen nah.

Wer hat den größeren Druck?

Vor dem Showdown um die Schale schiebt sich das seit Jahren dominierende Spitzenduo des deutschen Frauenfußballs gegenseitig den Druck zu - und der ist für beide Titelanwärter immens. "Der Druck liegt eher bei Wolfsburg. Sie müssen gewinnen, um das Ruder noch rumzureißen", sagte Nationaltorhüterin Laura Benkarth vom FC Bayern. Der reist am drittletzten Spieltag als Tabellenführer mit zwei Punkten Vorsprung zum Widersacher nach Wolfsburg.

Nach dem Aus für die Münchnerinnen in der Champions League forderte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge unmissverständlich: "Jetzt richten wir den Fokus auf unser großes Ziel, die Meisterschaft." Schließlich ist es der Anspruch, auch mit den Fußballerinnen "in Deutschland die Nummer eins zu sein", wie Vereinspräsident Herbert Hainer abermals betonte.

Wolfsburgs Kapitänin Alexandra Popp sieht einen psychologischen Nachteil für die Bayern. "In den vergangenen Wochen haben sie von drei möglichen Titeloptionen zwei verspielt", sagte die 30-Jährige dem kicker. Dadurch habe der Spitzenreiter "noch mehr Druck".

Nur Deutscher Meister zukünftig direkt für Champions League qualifiziert

Der Dauermeister aus Niedersachsen, der zuletzt viermal nacheinander das Double holte und dabei die Bayern stets auf Rang zwei verwies, hat aber durchaus auch etwas zu verspielen. Denn durch die Champions-League-Reform ist nur der Meister direkt für die neue lukrative Gruppenphase der Königsklasse qualifiziert. Damit stehen auch 400.000 Euro garantierte Einnahmen auf dem Spiel.

Für ganz klare Verhältnisse würde mit Blick auf das Restprogramm nur ein Bayern-Sieg sorgen. Wolfsburg muss noch die Pokalfinal-Generalprobe bei Eintracht Frankfurt sowie gegen Werder Bremen bestehen, München spielt bei Bayer Leverkusen und ebenfalls gegen Frankfurt.