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Frankenderby: Vorfreude aufs "Spiel des Jahres" | BR24

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2. Fussball - Bundesliga - 1. FC Nürnberg FCN ( Club ) - SpVgg Greuther Fürth ( Kleeblatt )

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    Frankenderby: Vorfreude aufs "Spiel des Jahres"

    Die Vorfreude auf das 267. Derby zwischen dem 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth ist trotz Geisterspielatmosphäre groß. "Es ist das älteste Derby in Deutschland, es elektrisiert die ganze Region“, sagte der Fürther Trainer Stefan Leitl.

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    • BR24 Sport

    Greuther Fürth ist die Überraschungsmannschaft der aktuellen Zweitligasaison. Nach zuletzt vier Siegen in Folge steht in der Tabelle der 2. Liga nur noch der Hamburger SV vor den Kleeblättlern. Die Derbystimmung sei in seiner Mannschaft schon seit Tagen spürbar, sagte Stefan Leitl vor der Partie, die am Sonntag (29.11.) um 13:30 Uhr angepfiffen wird. "Es ist für uns ganz klar das Spiel des Jahres“, stellte der Trainer des Tabellenzweiten klar. Am Sonntag erwarte er einen Abnutzungskampf auf Augenhöhe, bei dem nicht nur rein fußballerische, sondern auch kämpferische Tugenden für einen Sieg gefragt seien.

    FCN mit Respekt vor Nachbarschaftsduell

    Der 1. FC Nürnberg konnte immerhin in der letzten Partie über weite Strecken überzeugen. Beim 4:1 in Osnabrück zeigte der Club schöne Kombinationen und gut herausgespielte Tore. Zuvor hatte der FCN fünf Spiele lang keinen Sieg einfahren können.

    FCN-Trainer Robert Klauß hat Respekt vor den Nachbarn: “ Ich bin der Meinung, dass Fürth in der Liga aktuell den besten Fußball spielt“, so der 35-jährige. Er erwarte ein Spiel, das von Emotionen geprägt ist: "Man braucht Emotionen, aber man darf sich nicht nur von Emotionen lenken und leiten lassen. Bei aller Brisanz geht es auch darum, einen klaren Matchplan zu haben und seine Stärken aufs Spielfeld zu bringen“, sagte Klauß vor dem prestigeträchtigen Duell. Er glaube, dass der FCN eine ganz gute Chance habe, das Spiel zu gewinnen.

    Verzichten müssen die Nürnberger langfristig auf Pascal Köpke. Der Stürmer hat sich im letzten Spiel in Osnabrück einen Kreuzbandriss zugezogen und wurde bereits in Augsburg operiert. Die Gäste können bis auf den langzeitverletzten Torhüter Leon Schaffran auf ihren kompletten Kader zurückgreifen.

    Fürth als Favorit - Heimvorteil für Nürnberg?

    Die Statistik spricht allerdings für Fürth. Von den vergangenen drei Derbyspielen gingen zwei an die Spielvereinigung, eine Partie endete unentschieden. Zum letzten Mal ein Derby gewinnen konnte der 1. FC Nürnberg im Juni 2017. Leitl wies die Favoritenrolle entschieden zurück: "Im Derby gibt es keine Favoriten.“

    Am Sonntag hat Nürnberg wie schon im 266. Aufeinandertreffen (0:1) im vergangenen Juni den Heimvorteil, ohne Zuschauer ist dieser aber zweifelsohne weit weniger wert. Ausschreitungen der rivalisierenden Fangruppierungen am Rande des Geisterspiels gelten als unwahrscheinlich. "Wir sind auf alles vorbereitet, gehen aber nicht davon aus, dass es zu Zwischenfällen im Stadionumlauf oder in der Stadt kommt“, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken.