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Frankenderby: Ein kühler Kopf ist gefragt | BR24

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Das Frankenduell zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg ist das älteste und am häufigsten ausgetragene Fußballderby Deutschlands. Am Sonntag treffen die benachbarten Stadtklubs erneut aufeinander.

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Frankenderby: Ein kühler Kopf ist gefragt

Die Trainer stehen beim Frankenderby besonders im Blickfeld. Jens Keller gibt beim 1. FC Nürnberg seine Premiere. Stefan Leitl hat bei der SpVgg Greuther Fürth gerade seinen Vertrag verlängert. Emotional und laut soll es beim Derby hergehen.

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Für den 1. FC Nürnberg geht es heute in Fürth darum, die Talfahrt in der zweiten Liga zu beenden. Fünf Spiele ohne Sieg haben den Club bis auf Platz 14 abrutschen lassen – nur noch zwei Punkte trennen ihn vom ersten Abstiegsrang.

Neuer Coach und Keeper beim 1. FC Nürnberg

Durch zwei Premieren erhofft sich der FCN jetzt die Trendwende. Nach der unglaublichen Verletztenserie der Torhüter wurde der vereinslose Keeper Felix Dornebusch verpflichtet. Er dürfte in Fürth (Sonntag, 13.30 Uhr) erstmals im Kasten stehen, was der Trainer aber noch nicht bestätigen wollte. Fest steht, dass der neue Coach Keller in der Länderspielpause bereits erste Fortschritte bewirkt hat. "Er pusht uns", sagte Mittelfeldspieler Johannes Geis, und der Coach bestätigte: "Die Jungs ziehen super mit". Dabei habe man "viel an der Arbeit gegen den Ball gearbeitet", sagte der Trainer und erklärte: "Wenn man das Torverhältnis sieht, dann weiß man, wo ein bisschen das Problem hängt. Wir haben aber natürlich auch Ideen und Lösungen entwickelt, dass wir selber zu Toren kommen". Bis auf Virgil Misidjan und Georg Margreitter sind beim 1. FC Nürnberg alle Feldspieler einsatzbereit.

"Wir arbeiten jeden Tag daran, dass es noch lauter wird. Die Mannschaft war zuvor viel zu leise." Nürnberg-Trainer Jens Keller

Ein Fürther will für den 1. FCN jubeln

Sogar bei Geis, der aus der Fürther Jugend stammt und nun beim FCN aktiv ist, rückt angesichts der besonderen Brisanz beim Club die Derby-Rivalität in den Hintergrund. "Jeder ist extrem motiviert, gibt Gas und tut alles dafür, dass wir aus dieser Situation herausfinden", sagte der Mittelfeldspieler im "Kicker". Deshalb würde er sich nicht einmal beim Torjubel in seiner alten Heimat zurückhalten, falls ihm sein sechster Saisontreffer gelänge, sagte er in einem Interview.

"Hauptsache kühlen Kopf behalten". FCN-Trainer Keller über die Herausforderung beim Derby

Trainer Leitl verlängert, Caligiuri mit Derby-Routine

Wesentlich ruhiger als beim Nachbarverein geht es bei der SpVgg Greuther Fürth zu. Die Vereinsverantwortlichen haben kurz vor dem Derby die Verträge von Stefan Leitl und seinem Assistenten Andre Mijatovic bis 2021 verlängert. Zu leise möchte der Kleeblatt-Coach sein Team aber auch nicht sehen. "Ich will, dass meine Jungs den Emotionen freien Lauf lassen. Wir sind in Fürth und wollen die drei Punkte auch in Fürth behalten, um die kleine Scharte aus Sandhausen auszumerzen", sagte Leitl. Kapitän Marco Caligiuri freut sich auf sein achtes Derby. Dabei hat der Routinier eine insgesamt positive Bilanz aufzuweisen.

"Der Gegner soll schon spüren, was auf ihn zukommt." Fürth-Trainer Stefan Leitl

Nicht alles bei der SpVgg ist Gold, was glänzt

Allerdings täuscht Rang sechs etwas über die tatsächlichen Kräfteverhältnisse hinweg: Rein punktetechnisch gehört die SpVgg bei genau fünf Zählern von den beiden Relegationsplätzen ins Mittelfeld der Liga. Die Punktausbeute der SpVgg (ein Sieg, ein Unentschieden, eine Niederlage) war zuletzt höchst wechselhaft. Personell kann Leitl auch nicht aus dem Vollen schöpfen: Julian Green steht nach einer Teilruptur des Innenbandes nicht zur Verfügung. Mit Paul Seguin und Mergim Mavraj haben die Kleeblätter zwei Spieler, deren Einsatz ungewiss ist.