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Frage der Woche: Profis spielen, Amateure nicht - gerecht? | BR24

© picture-alliance/dpa

Zaun vor einem leeren Fußballplatz

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    Frage der Woche: Profis spielen, Amateure nicht - gerecht?

    Der Amateursport steht vor dem kompletten Lockdown, während im Profisport weiter gespielt wird. "Amateurfußball geschlossen, Profifußball weiter offen - ist das gerecht?", lautet die Frage der Woche bei "Heute im Stadion". Das sind Ihre Meinungen.

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    Es ist das Thema, das uns die letzten Monate immer wieder beschäftigt und den Sportlern sprichwörtlich den Atem raubt: die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unser Leben.

    Monatelang durften Amateurfußballer im Freien wieder trainieren und Spaß beim Fußballspielen haben. Das ist mit den aktuellen Beschlüssen aus der Politik hinfällig. Fußballspielen ist im Verein ab dem 2. November wieder verboten, egal ob Kinder- oder Erwachsenensport, für mindestens vier Wochen.

    "Das ist nicht gerecht!"

    Auf unserer Facebookseite BR 24 Sport kommentiert Heinz Wittmann:

    "Ich bin kein Freund davon, den Profifußball gegen den Amateurfußball auszuspielen. Beide Bereiche sollten meiner Meinung nach offen bleiben. Beide Bereiche haben schlüssige Hygienekonzepte."

    Petra Lanz sieht es ähnlich: “Der Profisport soll weitergehen, aber auch der Amateursport! Die Vereine haben viel getan, um die Hygienevorschriften umzusetzen! Am Profisport hängen viele Jobs, aber auch der Amateurfußball braucht die Gelder und wir, die Mitglieder, brauchen die Bewegung! Und Abstand halten als Zuschauer ist mehr als einfach!”

    Stefan Chr schreibt:

    "Nein, es ist nicht gerecht! Mit geeigneten Hygienekonzepten könnte man durchaus weiterhin im Freien sportlich aktiv bleiben. Die Folgen, die weitere Lockdowns vor allem bei Kindern hinterlassen, die sich gerne sportlich betätigen und jetzt wieder daheim sitzen, sind meiner Meinung nach nicht zu unterschätzen und schädigen die Gesellschaft ebenso massiv."

    Ähnlich sieht es Thomas Rödder

    "Ich finde es nicht gut, dass man Unterschiede zwischen Profis und Amateuren macht. Wenn die Amateure nicht spielen dürfen, dann die Profis auch nicht. Gleiches Recht für alle."

    "Vollkommen richtig und nachvollziehbar"

    Ganz anders sieht es dagegen Klaus Mende:

    "Es ist vollkommen richtig und nachvollziehbar, dass der Profifußball seine Saison fortsetzt. Hier ist nicht der reine Sport zu betrachten, sondern das Gesamtkonstrukt. Hinter den Vereinen der Bundesliga stecken große Wirtschaftsunternehmen mit hunderten von Arbeitnehmern. Der FC Bayern etwa hat einen Jahresumsatz von 750 Millionen und zahlt viele Millionen Gewerbesteuer. EIn Profiverein ist gleichzusetzen mit einem Unternehmen wie Allianz, Adidas oder VW. Und denen wird auch nicht verboten, zu arbeiten. Die Profikicker tun nichts anderes, als ihrer Arbeit nachzugehen. Deswegen ist es kontraproduktiv, darüber zu diskutieren, den Profisport wegen des Lockdowns einzustellen."

    Werner Hartmann meldet sich per Mail: "Ich find es sehr schade, dass der Amateursport verboten wurde, aber auch vollkommen richtig. Es ist auch richtig, dass der Profisport weiter gehen darf. Profis üben ihren Beruf aus, Amateure gehen einer Freizeitaktivität nach, und diese Aktivitäten werden verboten. Das Spiel auf dem Platz ist nicht ein Superspreader, eher schon das Geschehen um den Platz. Deswegen ist es richtig, dass die Profis vor Geisterkulisse spielen müssen, etwas, was der Bayerische Fußballverband ausgeschlossen hatte. Ich habe selbst vor einigen Wochen erlebt, dass bei einem A-Klasse Spiel die Zuschauer rund um den Fußballplatz ohne Maske und ohne Mindestabstand standen."

    Thomas Wörner meldet sich per Telefon: "Denken Sie bitte auch an die Sportler mit Handicap. Ich kennen einige Sportler mit Handicap beziehungsweise mit Down-Syndrom. Für sie ist Sport ein Lebenselexier. Wenn da nichts mehr passiert, dann hängen sie durch in dieser Zeit.”"