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Frage der Woche: 0:6! Wie soll es weitergehen beim DFB? | BR24

© Picture-alliance/dpa

Bundestrainer Joachim Löw beim Training mit der Nationalmannschaft

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    Frage der Woche: 0:6! Wie soll es weitergehen beim DFB?

    Nach der Pleite gegen Spanien ist die Kritik groß. Nicht nur Bundestrainer Löw lässt kein gutes Haar an der Leistung seiner Mannschaft, fast alle Experten meinen es muss sich was ändern. Die Reaktionen auf unsere Frage der Woche.

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    Die Stimmung war nach der historischen 0:6-Pleite gegen Spanien nicht nur beim Bundestrainer auf dem Tiefpunkt. "Wenn ich sage, es war alles schlecht, dann meine ich das auch so. in jeglicher Beziehung war alles schlecht, ein rabenschwarzer Tag. Da kann man nichts Schöne oder Gutes finden“, so Joachim Löw in der Analyse nach dem Spiel. Und ARD-Experte Bastian Schweinsteiger legte nach: "Entsetzlich! Ein Nackenschlag! Man muss was verändern. So darf man nicht als deutsche Nationalmannschaft auftreten!“ Die Frage ist nur was.

    Auf unserer Facebook Seite BR24 Sport richten sich viele Kommentare gegen Bundestrainer Joachim Löw und Oliver Bierhoff, den Direktor der Nationalmannschaft:

    Elisabeth Heute kommentiert: “Die Herren Löw und Bierhoff müssen weichen. Anstatt sich in alten Erfolgen zu sonnen, muss jemand kommen, der das Leistungsprinzip wieder aktiviert und den jungen Spielern Führung und Erfahrung an die Hand gibt auf dem Spielfeld. Eine EM mit Führungsspielern (Boateng, Müller und Hummels) ist im Hinblick auf die WM 2022 das Beste für die jüngere Generation. Mit Löw endet es wie 2018 nach der Vorrunde.”

    Heiko Zidek findet: “Der Fisch stinkt immer am Kopf zuerst. Wenn die Führungsetage ihre Fehler nicht erkennt und eingesteht, dann muss es dort Konsequenzen geben. Beim Thema Löw glaube ich, dass mittlerweile die Mannschaft schon gegen ihn spielt, wie man es ja bei vielen Vereinen leider auch schon gesehen hat.”

    Hohe Belastung als Ursache

    Für einige Nutzer ist die hohe Belastung der Spieler in Liga, Pokal, Champions League, und Nationalmannschaft ein Grund dafür, weshalb die Nationalmannschaft so schlecht dasteht.

    Bernd Altmann findet: “Ich bin bestimmt kein Fan von Löw und dieser Mannschaft, aber was die Jungs im letzten Jahr für ein straffes Programm hatten, ist schon hart! Liga, Pokal, Champions League, Nationalmannschaft und alles zusammengepresst. Da kann schon mal so ein Tag rauskommen, wie gegen Spanien, wo bei den anderen alles klappt und bei einem selber gar nichts! Gegen Brasilien (Anm. d. Red.: beim 7:1 bei der WM 2014) war es genau anders herum. Also, lasst die Jungs durchschnaufen und es werden wieder andere Spiele kommen. Oder ist irgendjemand hier, der jeden Tag, das ganze Jahr die gleiche, großartige Leistung bei der Arbeit bringt? Bestimmt nicht! Ich würde dieses Ergebnis jetzt nicht überbewerten.

    Simon Gröbner befürchtet, dass es in Zukunft nicht besser wird. “Wenn man sich den momentanen Kader anschaut, zeigt sich leider, dass die DFB-Elf den höchsten internationalen Ansprüchen nicht mehr gerecht wird. Für die Zukunft sieht es auch eher düster aus, wenn man sich den Kader der U21 anschaut.”

    Nicht alles schlecht unter Löw

    Aber es ist und war vor allem nicht alles schlecht unter Joachim Löw, findet Niko Meichsner. “Löw war es, der den Rumpelfußball der Nationalmannschaft beendete. Man muss ihm unendlich dankbar dafür sein, dass einem die deutsche Nationalmannschaft nicht mehr peinlich sein musste. Doch durch die Personalpolitik, durch die Abschaffung des Leistungsprinzips wird es jetzt wieder Rumpelfußball. Wer einen Spieler wie Kroos, nach dessen kompletter Leistungsverweigerung (vermutlich, weil er beleidigt war, leicht links versetzt spielen zu müssen) nicht ausgewechselt oder sofort rausschmeißt, wer auf einen Antonio Rüdiger setzt, der ganz offensichtlich bereits Probleme mit dem räumlichen Sehen hat, der verliert tatsächlich zurecht an Rückhalt und dann ist es eben so weit, dass man Löw ein ehrliches "Danke" sagen muss, aber auch viel Glück wünschen für seine weitere berufliche Tätigkeit.”