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Florian Mayer bei den US Open
© dpa-Bildfunk/Jason Decrow

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Christine Kellermann
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Florian Mayer bei den US Open

Wehmütig, aber erhobenen Hauptes verließ Florian Mayer zum letzten Mal in seiner Profikarriere den Tennisplatz. Gegen den 13 Jahre jüngeren Kroaten Borna Coric unterlag der Bayreuther mit 2:6, 2:6, 7:5, 4:6. "Ich glaube, ich habe ein gutes letztes Match gespielt und kann zufrieden sein", bilanzierte Mayer gewohnt zurückhaltend seinen letzten Auftritt bei den US Open und im Tenniszirkus.

"Es wird was fehlen, aber das Alter, den Prozess kann man nicht aufhalten", erklärte Mayer anschließend nüchtern. Auf seine 17 Jahre als Profi blickt er sehr zufrieden zurück: "Ich hätte nie gedacht, dass ich so weit komme, dass ich mal in den Top 20 gestanden bin, Halle gewonnen habe." Platz 18 war seine beste Platzierung in der Weltrangliste, in Erinnerung bleiben auch die Viertelfinalspiele in Wimbledon 2004 und 2012.

Turniersieg in Halle als Highlight

Bekannt und gefürchtet war sein ungewöhnliches Spiel mit einer eingesprungenen Rückhand. Ungewöhnlich auch seine Entscheidung 2008, nach einer Finger-Operation eine Turnierpause einzulegen, um die Lust am Tennis wieder zurückzugewinnen. Nach sieben Monaten kämpfte Mayer sich 2009 über zweitklassige Challenger-Turniere wieder zurück.

Einen ganz besonderen Platz aber nimmt Mayers Sieg in Halle/Westfalen ein. Nach langer Verletzungspause, gewann er das Turnier auf seinem Lieblingsbelag, dem Rasen: "So was erlebt man nicht alle Tage und den werde ich immer in Erinnerung behalten." Es war einer von zwei Turniersiegen in seiner Karriere. Fünf Jahre zuvor gewann Mayer das Sandplatzturnier in Bukarest.

Welche Aufgabe er sich als nächstes sucht, weiß Florian Mayer bislang noch nicht. Jetzt geht es erst einmal in den Urlaub.

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Christine Kellermann

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B5 Sport vom 28.08.2018 - 08:55 Uhr