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Frau mit VR-Brille

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Fitnesstraining in der virtuellen Realität

Fitnessstudios haben geschlossen, wegen Corona sollen wir zu Hause bleiben. Was wird da aus dem sportlichen Workout? Mit Virtual Reality kann man im eigenen Wohnzimmer durch fremde Welten fliegen oder Bälle boxen.

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Von
  • Julian Ignatowitsch

Sport in der virtuellen Welt - eine Spielkonsole oder ein Computer mit entsprechendem Equipment macht es möglich. Man braucht dazu: ein Virtual-Reality ("VR")-System mit Brille, Controllern und Kamera - und ein bisschen Platz im Wohnzimmer.

Die günstigste Variante gibt es auf der Konsole Playstation für rund 300 Euro. Aber auch auf der konkurrierdenden Xbox oder dem Heimcomputer lässt sich der virtuelle Workout verwirklichen.

Eines der bekanntesten Fitness-Spiele auf der Konsole ist BoxVR: Dabei muss man mit Boxbewegungen bunte Bälle treffen und gleichzeitig quadratischen Hindernissen ausweichen.

Es gibt mittlerweile viele solcher Spiele, die Spaß und Bewegung kombinieren: Bei manchen kämpft man, bei manchen fliegt man, alle sollen einen stärker, fitter, schneller machen

Das Fitnessmagazin-Urteil

Der Workout macht Spaß, ist aber teilweise mit technischen Schwierigkeiten und einer eher geringen Anstrengung verbunden.

"Also zum einen ist es schon mal sehr gewöhnungsbedürftig, mit so einem großen Ding auf dem Kopf wie dieser VR Brille, Sport zu machen. Auch vom Luft holen - die Nase steckt ja auch mit drin. Und dann macht das durchaus Spaß, wenn alles klappt. Es hat jetzt nicht immer alles geklappt, aber es macht Spaß, ist für mich aber nicht mit einem richtigen, realen Workout zu vergleichen, weil es einfach nicht so anstrengend ist und ich mir auch nicht vorstellen kann, dass es den gleichen Effekt hat." Fitnessmagazin-Autor Julian Ignatowitsch

Highend-Technik für das Training daheim

Wer es professioneller haben möchte, kauft sich am besten gleich ein speziell angefertigtes VR-Fitnessgerät. Allerdings sind die Preise nach wie vor sehr hoch und der Aufwand größer.

Die Münchner Firma Icaros stellt beispielsweise verschiedene solcher Geräte mit Software her und verkauft diese auch an Fitnessstudios, Hotels und Reha-Zentren. Geschäftsführer Michael Schmidt sieht den Vorteil von VR im Fitness-Bereich im erhöhten Spaß- und Unterhaltungsfaktor, der einen leichter zum Sport bringe.

Mit dem Icaros Home kann man durch echte Alpenlandschaften oder futuristische Rennstrecken fliegen und beansprucht den ganzen Körper, insbesondere die Rücken- und Beckenmuskulatur. Allerdings liegt der Preis bei 1.900 Euro.

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Durch virtuelle Welten fliegen und dabei den Körper trainieren - der Traum eines jeden Fitnessmuffels. Das Fitnessgerät ICAROS will ihn wahr machen. Freeskier Lukas Joas hat getestet, was VR-Training bringt.

Das neue Allround-Gerät heißt Icaros Cloud und gleicht einem kurzen Stand-up-Paddel-Board, auf dem man von Kniebeugen bis Liegestützen verschiedenste Übungen auf spielerische Weise durchführen kann. Das Gerät kostet 990 Euro und passt gut in den Keller oder ins Wohnzimmer. Anders als an der Konsole sind die Übungen an den Geräten körperlich fordernd und ihre Effektivität auch medizinisch erwiesen.

Das Test-Fazit: VR im Fitnessbereich kann zusätzlichen Spaß bringen und den Workout unterhaltsam machen, ist dafür aber mit hohen Kosten, technischem Aufwand und einer anfänglichen Einarbeitung verbunden.