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Lange mussten die Hobbysportler warten, jetzt dürfen auch in Bayern alle Fitnessstudios wieder öffnen. Die Motivation ist groß, dennoch sollte man das Training nach der langen Pause langsam angehen.

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Fitnessstudios öffnen wieder in Bayern: Worauf zu achten ist

Lange mussten die Hobbysportler warten, jetzt dürfen auch in Bayern alle Fitnessstudios wieder öffnen. Die Motivation ist groß, dennoch sollte man das Training nach der langen Pause langsam angehen.

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Homeoffice, Bewegungsarmut, Übergewicht - die Corona-Maßnahmen haben bei vielen Menschen deutliche Spuren hinterlassen. Laut einer aktuellen Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov haben sich 38 Prozent der Erwachsenen in den letzten Wochen weniger bewegt als sonst, 19 Prozent haben infolge ihrer veränderten Gewohnheiten an Gewicht zugelegt. Nur zwölf Prozent der Befragten sind demnach mehr in Bewegung als zuvor.

Ein langfristiger Mangel an Bewegung kann gesundheitliche Folgen haben, sagt Prof. Henning Wackerhage, Sportbiologe an der TU in München. "Die Blutfette und der Blutdruck gehen hoch, der Stoffwechsel verändert sich. Das Risiko, dass man die klassischen Krankheiten wie Herzkreislauf-Erkrankungen oder Diabetes bekommt, geht nach oben", sagte Prof. Wackelhage.

Langsam beginnen, Belastung Schritt für Schritt steigern

Der Sport ist wichtig für Herz, Kreislauf und Stoffwechsel. Durch regelmäßige Besuche im Fitnessstudio kann man jetzt die Fitness und Gesundheit wieder spürbar verbessern. Dennoch empfehlt der Experte, langsam wieder mit dem Training zu beginnen und sich Schritt für Schritt zu steigern. Wenn man weniger Sport macht, dehnt man sich meistens auch weniger. Die Gelenke, die Muskeln und die Sehen sind die Übungen in der Form und Intensität nicht mehr gewohnt.

Bei den ersten Kraftübungen also lieber nur die Hälfte der Sätze machen und etwas leichtere Gewichte verwenden. Das beugt Muskelkater vor. Nach zwei bis drei Einheiten darf man dann wieder ganz normal trainieren. Auch beim Ausdauertraining darf ganz normal weitertrainiert werden, da viele Hobbysportler in den letzten Wochen aufs Joggen umgestiegen sind.

Worauf Sportler im Fitnessstudio besonders achten sollten

Prof. Wackerhage hat zusammen mit einer internationalen Arbeitsgruppe einen 5-Punkte-Plan für Fitness-Studios in Corona-Zeiten vorgelegt. Um einer möglichen Infektion bei Training vorzubeugen, ist es besonders wichtig, die Abstandsregeln einzuhalten und die Geräte sorgfältig zu desinfizieren.

Zudem rät der Sportbiologe, hochintensive Belastung zu vermeiden. Wenn man Sport treibt, erhöht sich das Atemvolumen von etwa fünf bis zehn Litern pro Minute in der Ruhe auf über 100 Liter pro Minute bei untrainierten Menschen. Sehr gut trainierte Sportler erreichen über 200 Liter pro Minute.

"Wir wissen nicht genau, wieviel SARS-CoV-2-Viren Infizierte dabei freisetzen, aber man kann sich vorstellen, dass, wenn jemand 150 Liter pro Minute atmet, der quasi zur sprichwörtlichen Virenschleuder wird. Intensive Belastungen im Fitnessstudio sollte man also vermeiden; das sollte man dann eher im Freien machen."- Prof. Henning Wackerhage, Sportbiologe an der TU München

Wann gilt die Maskenpflicht?

Beim Betreten und Verlassen der Einrichtung sowie in den Sanitäranlagen gilt eine Maskenpflicht, es muss regelmäßig gelüftet und ausreichend Desinfektionsmittel bereitgestellt werden. Um Abstandsregelungen einzuhalten, werden gegebenenfalls ein Teil der Kleiderschränke in den Umkleidebereichen sowie ein Teil der festinstallierten Trainingsgeräte gesperrt bleiben, wie ein Sprecher des Landesverbandes für Bodybuilding, Fitness und Kraftsport in München sagt. Zudem mussten die Studiobetreiber neben einem Hygiene- auch ein Lüftungskonzept ausarbeiten, das bei Bedarf der zuständigen Kreisverwaltungbehörde vorgelegt werden muss.

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