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Eine Schwertkampf-Choreografie wird eingeübt
© Tom Brennauer/Gladiatores

Autoren

Petra Martin
© Tom Brennauer/Gladiatores

Eine Schwertkampf-Choreografie wird eingeübt

Ein Ganzkörpertraining – nicht nur für Mittelalter-Fans, wie Petra Martin bei ihrem Besuch in der Schwertkampschule „Gladiatores“ in München gesehen hat.

Beim Kampf mit dem Langschwert wird der ganze Körper beansprucht. Deshalb laufen sich die Teilnehmer zu Beginn der Trainingseinheit warm, boxen in die Luft und dehnen sich - um Verletzungen vorzubeugen. Das Schwert selbst ist stumpf, aber mit anderthalb Metern Länge und knapp zwei Kilo ganz schön schwer.

Der Rechtshänder nimmt es am besten in die rechte Hand, hält es unterhalb der Parierstange am Griff, die linke Hand liegt am Knauf. So kann man den Hebel am besten nutzen. Dann hebt man das Schwert über die rechte Schulter, so dass die Faust neben dem Ohr ist. Die Spitze zeigt leicht nach oben. Wie bei einem Faustschlag schnellt der rechte Arm nach vorne, während die linke Hand gleichzeitig am Knauf zieht. Dadurch kommt die Spitze nach vorne. Das Ganze wird mit einem Ausfallschritt nach vorne ausgeführt.

Der Kampf ist eine Choreografie

Die "Gladiatores“ tragen Sport-Shirts, Shorts und Turnschuhe – aber keinen Gesichtsschutz, wie etwa beim Fechten. Es geht sehr diszipliniert zu, von "Kampf“ kann keine Rede sein. Auch, wenn das metallische Klingen der Schwerter den Raum füllt. Es wird vielmehr eine Choreografie eingeübt. Die Bewegungsabläufe werden immer komplexer. Da sind Körper und Geist gefragt, der kognitive Anspruch steigt.

Da müssen die Partner ungefähr gleich gut sein, denn sonst ist es wie beim Tennis oder Federball mit einem ungleichen Partner – es macht einfach weniger Spaß. Wer mit dem Schwertkampf anfangen möchte, muss zwar nicht besonders fit sein, trotzdem legen die Trainer Wert auf Fitness, denn es werden viele Muskelgruppen beansprucht.

Autoren

Petra Martin

Sendung

Das Fitnessmagazin vom 10.11.2018 - 07:35 Uhr