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FIFA verklagt Blatter und Platini | BR24

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Der Weltfußballverband FIFA hat bei den zuständigen Schweizer Gerichten Klage gegen Sepp Blatter und Michel Platini eingereicht. Es geht um eine Rückzahlung von rund 1,8 Millionen Euro.

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FIFA verklagt Blatter und Platini

Der Weltfußballverband FIFA hat bei den zuständigen Schweizer Gerichten Klage gegen Sepp Blatter und Michel Platini eingereicht. Es geht um eine Rückzahlung von rund 1,8 Millionen Euro.

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Zwei Millionen Schweizer Franken, das Geld hatte im Jahr 2011 der damalige UEFA-Präsident und FIFA-Vize Michel Platini vom damaligen Fifa-Präsidenten Sepp Blatter erhalten. Beide hatten stets argumentiert, es habe sich bei dabei um eine verspätete Gehaltszahlung für Beratertätigkeiten gehandelt – vereinbart mündlich mit einem "Gentleman’s agreement".

FIFA will das Geld von Blatter und Platini zurück

Das Schweizer Bundesgericht hatte die Summe jedoch als "ungerechtfertigte Zahlung" eingestuft. Wie zuvor bereits angekündigt - fordert der Weltfußballverband die zwei Millionen Franken nun zurück. So hat es einstimmig die unabhängige Governance Kommission der FIFA beschlossen.

Sperre kostete Platini mögliche FIFA-Präsidentschaft

Der 64-jährige frühere französische Fußballweltstar Michel Platini war von 2007 bis 2015 Chef des europäischen Fußballverbandes UEFA. Ihm wurden gute Chancen eingeräumt, Präsident des Weltfußballverbandes zu werden. Doch im Zuge der Korruptionsaffäre sperrte ihn die FIFA-Ethikkommission zunächst für acht Jahre für alle Fußballaktivitäten. Später wurde die Strafe auf vier Jahre reduziert. Sie lief im Oktober aus.

Der heute 83-jährige Sepp Blatter war nach der Zahlung an Platini ebenfalls gesperrt worden. Seine Sperre läuft noch bis zum Jahr 2021. Sollte die FIFA mit ihrer Klage vor Gericht erfolgreich sein, will sie die gesamte Summe – samt Zinsen – in die Entwicklung des Fußballs stecken.